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Regeln einhalten in Spielstraßen bzw. verkehrsberuhigten Bereichen


Im allgemeinen Sprachgebrauch verbreitet ist der Begriff „Spielstraße“. Die Straßen oder Bereiche, die mit den Zeichen 325 ausgewiesen sind, werden jedoch nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) als „verkehrsberuhigte Bereiche“ bezeichnet.

Das Verkehrszeichen 325 StVO beinhaltet gleich 5 Verkehrsregeln. Wer einen Führerschein hat, sollte diese Verkehrsregeln kennen. Schließlich gibt es dieses Verkehrszeichen bereits seit 1980, berichtet Werner Schaffner von der städtischen Straßenverkehrsbehörde. Die Verkehrsregeln müssen jedoch nicht nur für die Fahrprüfung präsent sein, sondern tagtäglich. Daher sieht Bürgermeister Becker den Bedarf, insbesondere die Fahrzeugführer an die Regeln des Zeichens 325 StVO zu erinnern.

 Für die „verkehrsberuhigten Bereichen“ gelten folgende Regeln:

  • Wer ein Fahrzeug führt, muss mit Schrittgeschwindigkeit fahren.
  • Wer ein Fahrzeug führt, darf den Fußgängerverkehr weder gefährden noch behindern; wenn nötig, muss gewartet werden.
  • Wer zu Fuß geht, darf den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.
  • Wer ein Fahrzeug führt, darf außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen nicht parken, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen und zum Be- oder Entladen.
  • Wer zu Fuß geht, darf die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; Kinderspiele sind überall erlaubt.

Zusammengefasst wird in verkehrsberuhigten Bereichen ein hohes Maß an ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme gefordert. Weiterhin steht hier bewusst nicht das Kraftfahrzeug im Vordergrund, insbesondere auch hinsichtlich des Parkens. Es darf nur dort geparkt werden, wo dies explizit erlaubt ist. Fahrzeuge dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren, d.h. 4 bis 7 km/h.

„Verkehrsberuhigte Bereiche“ kommen nur für Straßen oder Bereiche mit geringem Verkehr in Betracht. Es bedarf einer besonderen baulichen Gestaltung, die die überwiegende Aufenthaltsfunktion verdeutlicht. Daher sind auch die Fahrbahnen oftmals gepflastert. Ein schnelles Überfahren von Pflaster ist allerdings auch mit einer hohen Geräuschentwicklung verbunden, daher sollte die vorgeschriebene Fahrtgeschwindigkeit aus Rücksichtnahme auf das Wohnumfeld, auch abends und nachts eingehalten werden.

Auf eine weitere Verkehrsregelung im Zusammenhang mit dem Ende von „verkehrsberuhigten Bereichen“ möchte Werner Schaffner noch hinweisen. Endet ein „Verkehrsberuhigter Bereich“ an einer Kreuzung oder Einmündung ist nach § 10 StVO ein Höchstmaß an Sorgfalt aufzubringen. Daher muss hier nicht noch zusätzlich ein Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren!) stehen. Die besondere Sorgfaltspflicht besteht auch, wenn die Nebenstraße durch einen abgesenkten Bordstein abgegrenzt ist.

Ein wichtiger Beitrag zur Verkehrserziehung ist die Öffentlichkeitsarbeit über die Presse, so Heinz-Peter Becker. Der Bürgermeister weist aber auch auf die Verkehrserziehung durch die Verkehrsüberwachung hin. Auch in „Verkehrsberuhigten Bereichen“ muss  mit Geschwindigkeitsüberwachungen gerechnet werden.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte  an:
Werner Schaffner // 06105 / 938 311 // werner.schaffner@moerfelden-walldorf.de