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Bewässerungssäcke für durstige Bäume in Mörfelden-Walldorf


Die zweite große Hitzewelle in diesem Jahr ist in vollem Gange. Stress nicht nur für die Menschen, auch Tiere und Pflanzen leiden unter der Hitze. „Längst ist der Klimawandel spürbar“, heißt es dazu von Bürgermeister Thomas Winkler. Die Politik ist gefragt und muss alles dafür tun, die Erderwärmung so niedrig wie möglich zu halten. Gleichzeitig sind die Bürger aufgerufen, dabei zu helfen, die Pflanzenwelt in Mörfelden-Walldorf gut durch den Sommer zu bringen, so Thomas Winkler weiter.
Wer einen Garten oder Balkonpflanzen hat, weiß, wie wichtig die Wasserversorgung für die Pflanzen ist. Hier ist richtiges Gießen gefragt. Am besten ist das Gießen spät abends oder in der Nacht. Da ist der Boden am kühlsten und das Gießwasser verdunstet nur minimal. Wer keine Zeitschaltuhr hat, die das für einen übernimmt kann auch auf die frühen Morgenstunden ausweichen. Wichtig ist, dass möglichst kein Gießwasser auf den Blättern verbleibt, denn der Tropfen wirkt wie eine Linse, die die Sonnenstrahlen verstärkt. Das Blatt verbrennt regelrecht.

Auch an den Straßenbäumen, insbesondere den Jungbäumen im Stadtgebiet, geht die Hitze nicht spurlos vorbei. Nach der ersten Hitzewelle in diesem Jahr und dem trockenen Sommer im Jahr 2018, geht es unseren Bäumen langsam an die Substanz. „Die Mitarbeiter des Bauhofs kommen mit dem Bewässern der Jungbäume nicht mehr hinterher“, weiß Bürgermeister Winkler. An Baumstämmen festgebundene und mit Wasser gefüllte Säcke, die kontinuierlich, aber langsam und gleichmäßig den Baum wässern, haben sich bereits seit längerem im Stadtgebiet als sehr nützlich erwiesen. Da die Methode sehr effektiv ist, werden weitere Säcke von der Stadt angeschafft. Diese Bewässerungssäcke müssen an die Bäume angebracht und regelmäßig befüllt werden. Dabei hofft die Stadt auf die Unterstützung der BürgerInnen.
Wer vor seinem Haus einen Straßenbaum hat oder wenn sie einen Baum im Stadtgebiet kennen, der unter der Hitze leidet und den Sie gerne bewässern möchten, stellen wir Ihnen gerne einen Bewässerungssack zur Verfügung. Diesen bringen Sie an dem gewünschten Baum an und befüllen ihn regelmäßig. Das Anbringen ist ganz einfach; die Säcke werden um den Baum gelegt und mit einem Reißverschluss befestigt. Danach wird der Beutel mit Wasser befüllt, das langsam in das Erdreich sickert, so dass das Wurzelsystemkontinuierlich versorgt wird; bei einem großen Wasserguss hingegen aus einem Gartenschlauch, fließt das meiste Wasser weg und die Wurzeln werden gar nicht erreicht. Die Füllmenge eines Beutels beträgt ca. 70 Liter und reicht je nach Wetterlage bis zu einer Woche.

Die Bewässerungssäcke sind geeignet für einen Stammdurchmesser bis 30 cm.

Einen gekennzeichneten Sack kann man auf der Grünsammelstelle, zu den Öffnungszeiten, abholen. Der betroffene Baum wird registriert und dann kann es auch schon losgehen.

Eine ähnliche Lösung gibt es auch für Pflanzen in Wohnungen und im Gärten. Mit Hilfe von Kunststoffflaschen, die im Handel erhältlich sind, können sich die Pflanzen selbst mit Wasser versorgen. Je nach Größe des Topfes oder der Pflanze kommen eine oder mehrere gefüllte Flaschen mit der Öffnung nach unten in das Substrat. Durch Löcher im Deckel versickert nach und nach Wasser.

Bei Fragen oder sollten Sie Hilfe bei der Anbringung eines Bewässerungssackes benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter, Tel: 06105-938444 oder umweltamt@moerfelden-walldorf.

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