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Sicher durch den Straßenverkehr


Wir schauen nach links, wir schauen nach rechts, wir schauen wieder nach links, wir strecken den Arm heraus. Wenn die Straße frei ist, gehen wir auf die andere Seite, schauen dabei in der Mitte noch einmal nach rechts und laufen dabei zügig weiter. Die 12 Kinder der Kita I Treburer Straße lauschen den Anweisungen. Sie werden diese an diesem Vormittag noch des Öfteren hören.  Denn heute steht Verkehrserziehung auf dem Programm.

Seit sechs Jahren bereitet Ordnungspolizist Stefan Galbicska die Kindergartenkinder der Stadt auf den Straßenverkehr vor, bevor sie in die Schule gehen. Die städtische Aktion zur Verkehrserziehung für Kita-Kinder findet großen Anklang. Immer mehr Kindertagesstätten beteiligen sich daran. „Wir freuen uns über den Erfolg. Die Aktion macht den Kindern Spaß und ist wirklich sinnvoll“, sagt Stadtrat und Ordnungs- und Bürgerdezernent Steffen Seinsche.

Nach der Theorie kommt die Praxis

Nach einem theoretischen Teil in der Kita geht es mit Warnweste gemeinsam nach draußen. „Es sollten nicht mehr als 12 Kinder daran teilnehmen, sonst können sie sich nicht mehr konzentrieren“, erklärt Stefan Galbicska.  Aufmerksamkeit wird aber gefordert. Zwei Erzieherinnen der Kita I begleiten die Jungen und Mädchen auf ihrem Weg.

Als erste Übung sollen jeweils zwei Kinder über einen Zebrastreifen laufen. Was sich einfach anhört, ist es nicht. Mal will ein Kind die Hand des anderen nicht loslassen. Mal wird gerannt, mal in die falsche Richtung geschaut oder ein Kind bleibt mitten auf der Straße stehen.

Kinder müssen üben und üben

„Die Kinder müssen üben, üben, üben“, weiß der Ordnungspolizist. Er appelliert deshalb auch an die Eltern. „Die Eltern sollten so oft wie möglich mit ihren Kindern zu Fuß laufen. Man kann durch die Stadt spazieren, zur Eisdiele gehen oder zum Einkauf laufen. Bei diesen Gelegenheiten können die Eltern darauf achten, dass sich ihre Kinder richtig verhalten und ihnen etwas beibringen.“

Auch die Erzieherinnen der Kitas unterstützen diese Maßnahme und sind dankbar für das Angebot. „Viele Kinder werden mit dem Auto zur Kita gebracht. Einige Kinder sind dann nicht gut vorbereitet, wenn sie in die Schule laufen. Aber das ist wichtig, denn es kann gefährlich werden. Wir können immer nur in Gruppen mit den Kindern unterwegs sein. Sie müssen aber darauf vorbereitet sein, es alleine zu können.“.

Als nächstes wird geübt, eine Straße zu überqueren. Hier zeigt Stefan Galbicska, wie er in seiner Funktion als Ordnungspolizist Autos stoppen kann. Und er liefert auch gleich einen Merkreim dazu: „Sieht der Autofahrer Brust und Rücken, muss er auf die Bremse drücken.“  

Die Straße ist frei. Nun dürfen die Kinder gehen. Wieder in einer Reihe und wieder zu zweit, aber jeder für sich. „Nicht auf die anderen schauen, sondern nach links und rechts, dann wieder nach links schauen, ob ein Auto oder Fahrradfahrer kommt, Arm ausstrecken, loslaufen und nicht stehen bleiben, wenn man auf der Straße ist“, ermahnt Stefan Galbicska.

Zur Belohnung winkt eine Urkunde

Als letztes geht es über eine Ampel. Der Schalter muss gedrückt werden und wenn die Ampel grün wird, geht es los. Jeder darf einmal den Schalter drücken. Die Kinder rufen die Anweisungen im Chor und überqueren die große Straße. Dann geht es zurück Richtung Kita.

Den Jungen und Mädchen hat es gefallen. Manche von ihnen sind etwas erschöpft. Sie haben heute viel gelernt. Am Ende erhalten sie eine Urkunde, die sie stolz in ihren Händen halten. Geschafft.

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