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Stadthalle Walldorf wird zum Sport- und Kulturzentrum


„Mit der Umwidmung der Stadthalle eröffnen sich neue und langfristige Perspektiven für die Vereine“, teilt Bürgermeister Thomas Winkler zufrieden mit. Hintergrund ist eine in der letzten Woche beschlossenen Umwidmung der Stadthalle durch den Magistrat. Künftig finden keine privaten und kommerziellen Vermietungen mehr statt, im Gegenzug kann die Stadthalle von Vereinen genutzt werden. Soweit möglich, werden auch Schulsport und Nachmittagsbetreuungen der Grundschulen berücksichtigt.

„In einem ersten Schritt ziehen nun die Tischtennisspieler in die Stadthalle um“, kündigte Bürgermeister Winkler an. Denn die Tischtennisspieler in Mörfelden-Walldorf mussten ihren Sport in der Vergangenheit unter ungünstigen Bedingungen ausüben. Training und Spiele finden derzeit noch in der kleinen Halle am Mörfelder Festplatz und dem Waldenserhofsaal statt. Beide Hallen sind in keinem guten Zustand und nach der jüngsten Feststellung eines Legionellenbefalls im Waldenserhofsaal hat sich die Situation noch einmal deutlich verschlechtert.

Hierbei geht es um den TTC Mörfelden sowie die Abteilungen von Rot-Weiß-Walldorf und SKG Walldorf. In Abstimmung mit dem Sport- und Kulturamt werden Hallenzeiten verteilt und die Belegung organisiert. Entsprechende Gespräche mit den Tischtennisspielern haben bereits stattgefunden und sie tragen die Umwidmung mit. Auch andere Vereine sowie Abteilungen, die noch in den beiden Hallen aktiv sind, wurden im Vorfeld einbezogen.

Im nächsten Schritt können noch freibleibenden Zeiten in der Stadthalle durch weitere Vereine und Abteilungen genutzt werden. Außerdem soll die Stadthalle für den Schulsport und im Rahmen einer Nachmittagsbetreuung der Grundschulen zur Verfügung stehen. „Wenn Vereine Konzerte oder Feiern in der Stadthalle ausrichten möchten, ist das weiterhin möglich“, so Ralf Baitinger. Aber natürlich nur, wenn es keine Überschneidung mit den regelmäßigen Hallennutzern gibt. Für die Blutspendentermine des DRK-Walldorf möchte man entsprechende Zeiten freihalten.

Der städtische Haushalt kann durch die Aufgabe der zwei maroden Hallen deutlich entlastet werden. So belaufen sich die Betriebskosten beider Hallen derzeit auf rund 42.000 Euro. Für den Einsatz von Bauhofmitarbeitern und Reinigungskräften fielen 2018 zusätzliche 65.700 Euro an.

Auch bei den Personalkosten ergeben sich Einsparungen. Wäre die Stadthalle wie bisher weiterbetrieben worden, hätten zwei vakante Hausmeisterstellen neu besetzt werden müssen. Dies hätte mit etwa 118.000 Euro zu Buche geschlagen. Nach der Umwidmung übernimmt der städtische Hallenwart die Betreuung der Stadthalle. Da auf Vermietungen verzichtet wird, werden keine regulären Hausmeister mehr benötigt.

 „Die Umwidmung der Stadthalle macht den Weg frei für neue Ansätze der Stadtentwicklung“, spricht der Bürgermeister einen anderen wichtigen Punkt an. Denn wenn die Halle am Festplatz sowie der Waldenserhofsaal nicht mehr benötigt werden, können an beiden Standorten neue Projekte ins Auge gefasst werden. So waren eine mögliche Erweiterung des Altenhilfezentrums Mörfelden und die schon lange angedachte Neugestaltung des Ortskerns rund um den Waldenserhof bislang durch die Nutzung der kleinen Halle und den Waldenserhofsaal blockiert.