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Abfallgebühren sollen um 10 Prozent sinken


„Die Abfallgebühren werden angepasst und die Stadt gibt den Bürger*innen so 1,6 Millionen Euro zurück“, kündigte Bürgermeister Thomas Winkler eine gute Nachricht an. Ab dem nächsten Jahr werden die Gebühren um zehn Prozent gesenkt. Denn über die letzten Jahre hat die Stadt Mörfelden-Walldorf kontinuierlich Rücklagen aus der Abfallwirtschaft gebildet. „Die Gebühren sind kostendeckend zu erheben, daher habe ich entschieden, dass gehandelt werden muss“, so der Bürgermeister weiter. „Wir geben Geld zurück, das in den letzten Jahren zu viel bezahlt wurde“.

Im Jahr 2015 lagen die Rücklagen bei rund 560.000 Euro. Im Folgejahr waren es knapp 760.000 Euro und 2017 lag der Betrag bei 1.127.000 Euro. Aktuell sind die Rücklagen bei 1,6 Millionen Euro angekommen und ohne Gebührensenkung würde sich so schnell auch nichts ändern. „Die Abfallgebühren müssen runter und die Bürger*innen gehören entlastet“, betont Thomas Winkler.

Voraussichtlich werden die Rücklagen durch die Gebührensenkung von zehn Prozent jährlich um 360.000 Euro abschmelzen. Wenn die Rücklagen aufgebraucht sind, werden die Gebühren neu kalkuliert. Mit einem Teil der Rücklagen wird außerdem der Rückbau der ehemaligen Grünsammelstelle bezahlt. Eine Neuberechnung der Abfallgebühren ist in drei bis vier Jahren zu erwarten.

Im Magistrat sind die gesenkten Abfallgebühren bereits beschlossen und am 15. Dezember 2020 steht die finale Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung an. „Das sollte aber eine Formsache sein“, so der Bürgermeister. Neben den neuen Gebühren sind in der entsprechenden Satzung auch Rechtsbezüge angepasst worden. Außerdem sind kleinere Ergänzungen und Streichungen nach dem Vorbild der Hessischen Mustersatzung vorgenommen worden. Eine weitere Änderung ist der Wegfall der Grünschnittabfuhr im September. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Grünschnittsammlung von sehr wenigen Bürger*innen genutzt wurde. Hintergrund ist, dass sich aufgrund der klimatischen Verhältnisse die Vegetationsperiode deutlich verlängert hat. Grünabfall kann aber auch im nächsten Jahr, wie gewohnt ganzjährig kostenlos entsorgt werden. Und zwar auf dem neuen Wertstoffhof, der Anfang Januar zwischen den beiden Stadtteilen in der Nähe der Bertha-von-Suttner Schule eröffnet wird.