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Architekturbüro für Leuchtturmprojekt in der Schubertstraße gefunden


„Jetzt geht es langsam in die heiße Phase“, kündigt Bürgermeister Thomas Winkler an. Für den Nordwesten von Mörfelden wird aktuell ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept fertiggestellt. Schon bevor die Stadtverordnetenversammlung darüber final abstimmt, haben die Planungen für neues Ärztehaus in der Schubertstraße als Leuchtturmprojekt begonnen.

Mehrere Architekturbüros haben sich um den Auftrag beworben und nun hat der Magistrat dem besten Büro den Zuschlag erteilt. Zusätzlich zum Ärztehaus wird eine neue Kita sowie ein Nachbarschaftszentrum in der Schubertstraße geplant. Insofern das Stadtparlament der Magistratsvorlage zustimmt, soll es im Februar mit der Entwurfsplanung losgehen. Bei planmäßigem Verlauf kann der Bauantrag im Winter gestellt werden. Baubeginn für den ersten Bauabschnitt wäre dann im zweiten Quartal 2021. Nach dem Abbruch des Ärztehauses würde der zweite Bauabschnitt realisiert und bis Mitte 2024 soll die gesamte Maßnahme Ihren Abschluss gefunden haben.

„Ärztehaus, Kita und Nachbarschaftszentrum haben für das Stadtviertel einen hohen Stellenwert und helfen uns, wichtige erste Akzente zu setzen“, ist sich Winkler sicher. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ umgesetzt, das auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt ist. Unter Beteiligung der Bürger*innen wurden die unterschiedlichsten Ideen entwickelt, die dem Parlament im April präsentiert werden. „Es gibt sicher noch eine ganze Reihe von Projekten, mit denen wir das Viertel in Zukunft städtebaulich, ökologisch und sozial aufwerten“, kündigt der Bürgermeister an.

Dank der Aufnahme in das Förderprogramm kann die Stadt in den nächsten Jahren auf eine Bezuschussung von bis zu 66 Prozent durch das Land setzen. Für das gesamte Leuchtturmprojekt sind Kosten von ca. 9,7 Millionen Euro veranschlagt, von denen 3,4 Millionen Euro über jährliche Antragsverfahren vom Land eingeworben werden können. Neben dem Grundstück des Ärztehauses ist auch der angrenzende Parkplatz in die Planungen einbezogen.

„In einem ersten Schritt wird ein neues Ärztehaus neben dem alten Gebäude errichtet“, erläutert die zuständige Projektleiterin Claudia Bogs aus dem Stadtplanungs- und bauamt die Abläufe. Anschließend können die Mediziner in ihre neuen Praxen umziehen. Danach steht der Abriss des deutlich in die Jahre gekommene Ärztehauses an und auf dem freiwerdenden Grundstück werden Kita und Nachbarschaftszentrum realisiert. „Es gibt zwei Bauabschnitte, anders ist das Projekt auf diesem Grundstück nicht umzusetzen“, so Bogs. Gemeinsam mit dem Planungsbüro geht es nun daran, einen Entwurf zu entwickeln, der allen Anforderungen gerecht wird.

Dass die Stadt im Nordwesten von Mörfelden aktiv wird, hängt mit der Struktur des Viertels zusammen. Es erstreckt sich vom Bahnhof bis zur Bamberger Straße sowie von der Bürgermeister-Klingler-Straße bis zum nördlichen Ortsrand. In diesem Bereich findet man etwa zwei Drittel der Sozialwohnungen von Mörfelden-Walldorf sowie den höchsten Anteil von Sozialleistungsbeziehern. „Wir haben dort keinen sozialen Brennpunkt. Möchten aber dennoch aktiv werden“, fasst Thomas Winkler zusammen. Aus diesem Grund hat sich die Stadt für das Förderprogramm beworben und ist froh über die bereits 2018 erfolgte Aufnahme.