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Nicht allen geht ein Licht auf


Es klingt eigentlich logisch: Wenn es draußen dunkel wird und man sich auf das Fahrrad schwingt, schaltet man das Licht ein - egal wie kurz die Strecke ist. Doch leider hält sich nicht jeder an diese Vorschrift. Im Gegenteil: Viele ignorieren sie. Dieses unvorsichtige Verhalten kann jedoch im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen, Geld oder das Leben kosten. „Wer im Dunklen ohne Licht fährt, gefährdet sich und andere“, warnt deshalb Stadtrat und Ordnungsdezernent Steffen Seinsche. Denn ohne eine ausreichende Fahrradbeleuchtung werden andere Verkehrsteilnehmer*innen von den Radfahrenden nicht sofort gesehen. Auch Hindernisse, Kurven und Schlaglöcher werden erst zu spät erkannt. Auf der anderen Seite werden auch die Fahrradfahrer*innen von den Fußgänger*innen und PKW-Fahrer*innen zu spät wahrgenommen. „Wenn es dann zu einem Zusammenstoß mit einem Auto kommt, kann das tödliche Folgen haben.“, so Steffen Seinsche. Allein in Mörfelden-Walldorf gab es im letzten Jahr über 20 Fahrradunfälle. Bundesweit stieg die Anzahl an Unfällen mit dem Fahrrad. 2018 waren es laut dem Statistischen Bundesamt bereits 96.000 Unfälle.

Und so fährt man richtig

Sich an die Vorschriften zu halten, senkt das Unfallrisiko. Folgende Vorschriften gelten für die Beleuchtung von Fahrrädern: An der Vorderseite muss ein weißer Scheinwerfer und ein weißer Frontreflektor angebracht sein. Ein rotes Rücklicht und ein roter Großflächenreflektor mit dem Prüfzeichen Z müssen auf der Rückseite angebracht sein. An den Pedalen sind gelbe Reflektoren Pflicht. Wer im Dunklen ohne Licht erwischt wird, zahlt 20 Euro. „Fahrradfahren ohne Licht ist nicht cool, sondern leichtsinnig“, bringt es Steffen Seinsche auf den Punkt.

Ferner rät Steffen Seinsche dazu, helle oder besser noch reflektierende Kleidung zu tragen. Dies sorgt dafür, dass Verkehrsteilnehmer*innen besser wahrgenommen werden können. Dies gilt auch für Rollerfahrer*innen. Ebenso sollten Roller, mit denen Kinder heutzutage gerne unterwegs sind, mit einer Beleuchtung versehen sein, um besser erkannt zu werden.

Zudem weist der Bürger- und Ordnungsdezernent darauf hin, dass auch die Fahrradfahrer*innen sich an die entsprechenden Verkehrsregeln halten müssen. Wer abbiegt muss dies durch einen ausgestreckten Arm in die jeweilige Richtung sichtbar machen. Das Fahren auf den Bürgersteigen ist für Erwachsene verboten. Auch das Fahren gegen die Richtung in Einbahnstraßen ist nur dort erlaubt, wo ein Schild darauf hinweist. „Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer*innen an die Regeln und Vorschriften halten würden, gäbe es sicher viel weniger Unfälle“, sagt Steffen Seinsche.