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Kein Platz für Fahrradleichen


„Zukünftig werden im gesamten Stadtgebiet schrottreife Fahrräder und Fahrräder, die seit langer Zeit nicht mehr benutzt wurden, eingesammelt bzw. entsorgt. Für Fahrradleichen haben wir keinen Platz“, erklärt Stadtrat und Bürger- und Ordnungsdezernent Steffen Seinsche. Damit reagiert die Stadt auf die immer häufigeren Hinweise und Beschwerden von Bürger*innen. Gerade an den Bahnhöfen ist der Bedarf an Fahrradständern groß, umso ärgerlicher ist es, wenn sie wochenlang durch Fahrradwracks blockiert werden. „Viele Pendler nutzen die vorhanden Fahrradplätze, um ihr Rad abzustellen und mit der Bahn weiterzufahren. Leider werden manche Räder dann aber nicht mehr abgeholt und verrotten“, so Steffen Seinsche. Dies soll nun ein Ende haben. Wird festgestellt, dass ein Fahrrad längere Zeit nicht mehr bewegt wurde, wird es mit einem roten Aufkleber markiert. Die Besitzer*innen haben so die Möglichkeit, ihr Fahrrad innerhalb einer Frist wieder mit nach Hause zu nehmen. Sollte es bis zur angegeben Zeit nicht abgeholt werden, wird es eingesammelt und für ein halbes Jahr aufbewahrt. „In dieser Zeit können sich die Besitzer*innen mit dem städtischen Fundbüro in Verbindung setzen. Meldet sich in der Zeit niemand, wird das Rad versteigert“, sagt Nicole Mertens vom Fundbüro. Tel.: 06105 938 254.

Für Schrott gibt es keinen Schadensersatz

Ist ein Fahrrad nicht mehr fahrtüchtig und schrottreif, wird dieses direkt entsorgt. „Wer dann sein Rad zurückhaben möchte, hat Pech gehabt. Es gibt auch keinen Schadensersatz. Von daher ist es wünschenswert, wenn alle abgestellten Fahrräder nicht vergessen werden“, appelliert Steffen Seinsche an alle Radler.