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Wassergebühren: Abgerechnet wird am Ende


Die Mehrwertsteuer wird ab 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Diese steuerlich befristete Hilfsmaßnahme ist Teil des Corona-Konjunkturpaketes der Bundesregierung gegen die Krise. Ziel ist es, durch die Senkung die Konjunktur wieder anzukurbeln. Die Sätze werden dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent abgesenkt, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent. So sollen Anreize geschaffen werden, Geld zu sparen bzw. mehr in der Kasse zu behalten. Auch für die Mörfelden-Walldorfer Bürger*innen hat die Senkung der Mehrwertsteuer Auswirkungen auf ihr Portemonnaie. So entscheidet der Abrechnungszeitraum beispielweise, wie hoch am Ende die Kosten der Wassergebühr ausfällt.

„Wir rechnen erst am Ende des Jahres die Wassergebühr ab, also im Dezember. Das hat für die Bürger*innen den Vorteil, dass sie weniger zahlen müssen, da die Senkung der Mehrwertsteuer dadurch für das komplette Jahr gilt“, erklärt der Erste Stadtrat und Kämmerer Burkhard Ziegler.

Würde man die Wassergebühren halbjährlich abrechnen, müssten die Verbraucher*innen für den Zeitraum von Januar bis Juni noch den alten Satz bezahlen, also mehr. „Davon sehen wir ab. Die Bürger*innen sollen von der Mehrwertsteuersenkung im vollen Umfang und für das ganze Jahr profitieren“, so Burkhard Ziegler.

Einzige Ausnahme bestehen bei einem Eigentümerwechsel: Erfolgt ein Eigentümerwechsel vor dem 1. Juli, wird für den alten Eigentümer noch der Steuersatz von sieben Prozent zugrunde gelegt. Für den neuen Eigentümer, dessen Abrechnungszeitraum am 31. Dezember endet, gilt der Steuersatz von fünf Prozent. Bei einem Eigentümerwechsel, der im Juli erfolgt, profitieren beide Parteien von dem niedrigeren Steuersatz.

Bei den Abwassergebühren ändern sich nichts, da hier ohnehin keine Mehrwertsteuer anfällt.