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Internationale Wochen gegen Rassismus


Unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ finden ab Mitte März die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Bundesweit gibt es hierzu mehr als 1700 Aktivitäten. Beteiligt ist erneut auch die Doppelstadt. 

Fotoaktion „Wir sind Mörfelden-Walldorf“ ab dem 16. März im gesamten Stadtgebiet

Angelehnt an die Kampagne „Auch ich bin Deutschland“, die sich gegen Alltagsrassismus richtet, möchte das städtische Integrationsbüro mit der stetig wachsenden Plakatreihe auch in diesem Jahr das Bewusstsein für Vielfalt stärken und aufzeigen, dass die Gesellschaft sich wandelt und Neues dazu gehört. Mit ihrem Gesicht werben immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner der Doppelstadt für ein multikulturelles, buntes und friedliches Mörfelden-Walldorf (mittlerweile rund 870 Menschen). Sie sprechen sich damit außerdem gegen jede Art von Rassismus aus.

Die Plakate werden ab dem 16. März überall im Stadtgebiet auf Stellwänden verteilt zu sehen sein. Auch auf der städtischen Homepage sind die Plakate zu finden.

Entstanden sind die Fotos zur Plakatreihe während mehrerer Veranstaltungen des Integrationsbüros.


Ausstellung „RECHTSaußen – MITTENdrin“ – Rechtsextremismus: Erscheinungsformen und Handlungsmöglichkeiten.

Rathaus Walldorf (Flughafenstraße 37),  9. bis 26. März während der Öffnungszeiten des Rathauses.

Ausstellungseröffnung: Montag, 9. März, 18 Uhr. Einführungsvortrag von Michael Gerhardt vom Beratungsnetzwerk Hessen mit dem Titel „Was hat das eigentlich mit mir zu tun?“

Zur Ausstellung:

Wahlerfolge rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, der Erfolg einer rechtsextremen Jugendkultur und die Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen in Teilen der Bevölkerung machen deutlich, dass Facetten von Rechtsextremismus nicht nur „rechtsaußen“, sondern „mittendrin“ in unserer Gesellschaft zu finden sind. Doch was ist eigentlich „Rechtsextremismus“? Welche unterschiedlichen Ausprägungsformen gibt es? Wie verbreitet sind rechtsextreme Einstellungen, wie entstehen sie und warum ist eine rechtsextreme Erlebniswelt besonders für viele Jugendliche so attraktiv? Und vor allem: Was kann man gegen Rechtsextremismus tun?

Die Ausstellung „RECHTSaußen – MITTENdrin?  Rechtsextremismus: Erscheinungsformen und Handlungsmöglichkeiten“ des beratungsNetzwerks hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus bietet auf mittlerweile 25 Roll-Ups zahlreiche Antworten auf diese und weitere Fragen. Sie wurde konzipiert vom Demokratiezentrum Hessen als Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks und ist in fünf Themenblöcke unterteilt:

  • Von der Mitte zum Rand
  • Was ist Rechtsextremismus?
  • Organisations- und Erscheinungsformen
  • Erlebniswelt Rechtsextremismus
  • Was tun gegen Rechtsextremismus?

Nowruz-Fest – Afghanisches Neujahrs- und Frühlingsfest.

Samstag, 21. März, 16-19 Uhr, Treffpunkt Waldenserhof (Langstraße 71)

Es gibt Kaffee und Kuchen, afghanische Spezialitäten, Musik und Tanz.

Das Nowruzfest wird am 21. März, dem Tag der Tag-und-Nachtgleiche, als Neujahrs- und Frühlingsfest von über 300 Millionen Menschen weltweit gefeiert. Seit 2010 ist es als Teil des immateriellen Erbes der Menschheit von der UNESCO aufgenommen. Es ist Tradition den Tag gemeinsam mit Musik, Essen und Trinken zu begehen, hierzu laden die afghanische Gemeinde, das Integrationsbüro und der Treffpunkt Waldenserhof herzlich ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten.


Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus:

„Nach wie vor werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft verfolgt, wegen ihrer Kultur, ihres Geschlechts oder sexuellen Orientierung benachteiligt oder wegen des eigenen Glaubens diskriminiert. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nach wie vor ein drängendes Problem“, so die Integrationsbeauftragte Anette Keim. Gerade in Zeiten in denen Fremdenfeindlichkeit immer mehr salonfähig werde, gelte es gezielt gegenzusteuern – und das nicht erst seit der jüngsten schrecklichen Vorfälle in Hanau.

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ finden jährlich um den 21. März herum statt.  Dieses Datum geht zurück auf das „Massaker von Sharpeville“ im Jahr 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation. Trotz der gewaltfreien und friedlichen Protestaktion schossen Polizisten in die Menge und töteten 69 Menschen. Hunderte wurden teils schwer verletzt. Sechs Jahre nach diesem Ereignis rief die UNO mit dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung“ einen entsprechenden Gedenktag aus.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die gemeinsame Verantwortung dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der Tag gegen Rassismus.