3176-Panorama.jpg

Fahnen machen Abfall und Müll sichtbar


Vom 21. bis 29. November 2020 findet die jährliche bundesweite Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. DIE EWAV ist Europas größte Kampagne zum Thema, wie man Abfall vermeiden und andere Dinge wieder verwenden kann. Städte, Vereine und Personen können sich an der Kampagne mit Aktionen beteiligen. Das Motto der Woche der Abfallvermeidung in diesem Jahr lautet „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“.

Zu diesem Thema hat sich das Umweltamt gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendforum für den 24. November 2020 die Aktion „Abfall sichtbar machen“ überlegt. Hier wird das Umweltamt am Schulweg von Walldorf zur Bertha-von-Suttner Schule sowie am Rand der Straße „An den Nussbäumen“ ca. 1.000 orangene Fahnen in den Boden stecken. Wo Abfall lag, wird dann eine Fahne zu sehen sein und natürlich wird der Müll auch gleichzeitig eingesammelt. Das Kinder- und Jugendforum hat einen Brief an die Bertha-von-Suttner Schule geschickt, der die Aktion vorstellt, mit der Bitte an die Lehrer, die Schüler zu informieren.

„Mit der Aktion möchten wir zeigen, wie viel achtlos weggeworfener Müll in unserem direkten Umfeld zu finden ist und wie wir der Umwelt und uns selbst damit schaden,“ so Bürgermeister Winkler. Das Entsorgen einer Zigarette auf der Straße oder im Grünen ist nicht nur verboten. Eine Zigaretten ist mit Chemikalien angereichert und daher sehr robust; es dauert etwa 10 bis 15 Jahre bis ein Filter auf natürlichem Wege verrottet. Außerdem beeinflusst der mit Toxinen angereichert Zigarettenstummel auch das Wachstum von Pflanzen. Eine Zigarettenkippe aufgelöst in einem Liter Wasser tötet auch nach vier Tagen noch Fische; ebenso kann ein Zigarettenstummel zwischen 40 und 60 Litern unseres sauberen Grundwassers verunreinigen.

Durch weggeworfene Plastikflaschen und ähnliches geraten kleine Mikroplastikpartikel in die Erde. In der Erde wachsen jviele Pflanzen, die wir essen, wie Kartoffeln, Getreide für unser Brot oder auch Früchte von Bäumen. Über die Nahrung nehmen wir das Mikroplastik so wieder auf.

Die Aktion „Abfall sichtbar machen“ soll Bürger*innen sensibilisieren, die Verpackung des Frühstücksbrotes oder die leere Flasche nach dem Sport bis zum nächsten Papierkorb mitzunehmen und nicht achtlos wegzuwerfen. Auch kann man nachdenken, ob das Frühstücksbrot in Folie eingepackt sein muss oder ob auch eine Frühstücksbox reicht.