3176-Panorama.jpg

Übergabe Amtsleitung


„Ich freue mich, dass wir mit Sebastian Hösch einen kompetenten, engagierten und erfahrenen Leiter für das Sozial- und Wohnungsamt gefunden haben“, sagt Bürgermeister Thomas Winkler. Große Aufgaben und viel Arbeit warten auf den 39-jährigen Diplom Sozialpädagogen, die er motiviert annimmt.

„Es ist ein lebendiger Arbeitsbereich, der das ganze Altersspektrum abdeckt, von ganz jung bis alt. Gerade das macht es so interessant und spannend. Man kann so viel bewegen und bewirken“, beschreibt Sebastian Hösch seinen neuen Arbeitsplatz. Sein Motto dabei lautet: „Hand am Puls der Zeit und das Ohr am Mund der Bürger*innen.“

Das Sozial- und Wohnungsamt ist das größte Amt in der Stadt. Die Kindertagesstätten, die Jugendförderung und die Altenhilfe gehören genauso dazu wie die Sozialberatung, Obdachlosenunterbringung und das Quartiersmanagement. Insgesamt sind dort rund 250 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

Eingearbeitet wurde Sebastian Hösch, der zuvor in einem Wohlfahrtsverband in Frankfurt als Assistent der Geschäftsführung gearbeitet hat, bereits ab 1. April von Heimo Boschert. Am 15. April übergab dieser dann die Leitung an seinen Nachfolger. 

„Heimo Boschert hat sich sehr viel Zeit genommen und mich mit dem Amt vertraut gemacht. Es gab viele Gespräche, Rundgänge, ich konnte an Besprechungen teilnehmen. Es war eine vorbildliche Einarbeitung und Amtsleitungsübergabe“, fasst es der Vater von vier Kindern zusammen. Und er war positiv beeindruckt von der Professionalität, der Arbeitsorganisation, den vielfältigen und engagierten Menschen, Positionen und Meinungen. Eine gute Basis, um die anstehenden großen Themen zu bewältigen. Heimo Boschert hatte aber auch darauf hingewiesen, welche Abläufe noch nicht geklärt, welche Lösungswege noch offen sind und welche Prozesse noch angegangen werden müssen. „Im sozialen Bereich ist immer alles in Bewegung und im Prozess. Ich habe mich sehr über die Transparenz gefreut, die mir den Start in Mörfelden-Walldorf erleichtert“, bedankt er sich bei seinem Vorgänger. Kurz: „Ich wurde mit offenen Armen empfangen.“

Ein Thema, das Sebastian Hösch und das Amt in nächster Zukunft beschäftigen wird, sind die sozialen Folgen der Corona-Pandemie. „Die prekären Situationen, also Menschen, die in schwierigen Verhältnissen leben, werden zunehmen“, sagt Sebastian Hösch voraus. Besonders die angespannte Wohnungslage wird daher eine Herausforderung. Auch die Unterbringung von Obdachlosen wird sicher schwieriger. Mehr Familien, die von Schicksalsschlägen getroffen wurden, müssen unterstützt werden. „Es ist dann wichtig, die Menschen zu fördern, damit sie wieder ein selbstbestimmtes Leben führen können“, weiß er. 

Ein anderer Bereich ist der Personalbereich in den Kindertagesstätten. Sebastian Hösch, der auch erfolgreich Human Ressource Management studiert hat, also Personalmanagement, will dies gerne intensiv angehen. Gemeinsam mit der Personalabteilung möchte er dafür einen „bunten Strauß an Maßnahmen“ entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei neben der Personalgewinnung auch die Bindung, also was man tun kann, damit sich die Erzieher*innen langfristig gerne zur Arbeit kommen und engagiert arbeiten. Auch die Digitalisierung im Amt zum Beispiel bei den Kita-Platz-Anmeldungen steht ganz oben auf seiner Agenda sowie das Stadtentwicklungsprojekt, das sich unter dem Titel „Soziale Stadt“ einen Namen gemacht hat. 

Bei so viel Arbeit bleibt dem ehemaliger Bad Vilbeler, der nun in der Nähe von Limburg wohnt, kaum Zeit für Hobbys. Familie, Garten, Sport und Pfadfinderarbeit füllen seine Freizeit aus.