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Schild für ein besseres Sicherheitsgefühl


Wer in das Mörfelden-Walldorfer Wohngebiet An den Eichen fährt, der wird seit Neustem auf einem Schild darauf hingewiesen, dass hier die WhatsApp-Gruppe Nachbarschaftsschutz aktiv ist. Die Botschaft ist deutlich sichtbar: Einbrecher haben hier nichts zu suchen.

„Im Gebiet An den Eichen kam es in letzter Zeit mehrmals zu Einbrüchen. Dies verunsicherte einige Bewohner*innen so sehr, dass sie überlegten, was man selbst präventiv unternehmen könnte, damit man sich geschützter fühlt“, erklärt der Bürger- und Ordnungsdezernent Steffen Seinsche.

Schnell war bei Hildegard und Rainer Arp sowie Geerten Wind die Idee geboren, eine WhatsApp-Gruppe zu initiieren. „In den Niederlanden und in anderen Ländern sind Schilder und Nachbarschaftsschutz seit langem bekannt und nichts Ungewöhnliches. Weil unser Viertel sehr international ist und die Menschen so etwas also kennen, wollten wir das hier auch umsetzen und fanden schnell Befürworter“, sagt die Mitgründerin der Gruppe. 

Ziel ist es, sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu informieren und aufzupassen. Kurz: Man will sich auf dem Laufendem halten, was in dem Gebiet passiert. „Es ähnelt ein wenig der Aktion wachsamer Nachbar“, sagt der Leiter der Ordnungspolizei Tobias Lipps, der von den beiden über die Initiative informiert wurde. Aber der Nachbarschaftsschutz will noch mehr als wachsam sein. „Wenn ein Hund entlaufen ist, man etwas verloren hat oder Müll herumliegt, kann man das dann sofort in die Gruppe setzen“, erläutert Hildegard Arp.

Das Interesse ist groß: Über 80 Personen sind mittlerweile in der WhatsApp-Gruppe aktiv. Das Schild, das von den Bewohner*innen selbst kreiert und bezahlt wurde, steht auf einem Privatgrundstück. Wenn es nach Hildegard Arp geht, sollen weitere Schilder folgen. „Es haben sich schon ein paar Bewohner bereit erklärt, uns in der Sache zu unterstützen und möchten ihr Grundstück dafür zur Verfügung stellen.“ 

Das Bürger- und Ordnungsamt und der Bauhof halfen beim Aufstellen und Befestigen des ersten Schildes. Dies ist ein symbolischer Akt. „Wir möchten das Engagement, das den Anwohner*innen ein besseres Sicherheitsgefühl gibt, unterstützen. Und natürlich hoffen wir, dass das Schild Kriminelle tatsächlich abschreckt“, so der Bürger- und Ordnungsdezernent.