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Wer Kinder zuhause betreut soll Gebühren und Essensgeld zurückerhalten


Wer seine Kinder seit Januar 2021 zuhause betreut hat, anstatt sie in die städtische Kita zu geben, der soll nach Willen der Verwaltungsspitze auch keine Gebühren und auch kein Essensgeld bezahlen. Eine entsprechende Vorlage wird erarbeitet und soll in die nächste Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar 2021 eingebracht werden. Bürgermeister Thomas Winkler, Erster Stadtrat Burkhard Ziegler und Stadtrat Steffen Seinsche sind sich sicher, dass die Vorlage dort Zuspruch finden und auch beschlossen werden wird.

 „Wir sind sehr dankbar dafür, dass viele Eltern bereit sind, ihre Kinder zuhause zu betreuen und uns damit ein stückweit helfen, dass sich der Corona-Virus weniger verbreitet. Für uns alle ist der erneute Lockdown eine schwierige und belastende Situation, aber besonders Familien bekommen das zu spüren. Eltern müssen in dieser Zeit sehr viel leisten und sollen wenigstens finanziell etwas entlastet werden“, sagen die drei Dezernenten.

Eltern, die ihre Kinder in der Kita betreuen lassen, zahlen weiterhin die anfallenden Gebühren und das Essensgeld „Im Moment wird eine Betreuung unter Corona-Bedingungen angeboten. Im Gegensatz zum ersten Lockdown gibt es also kein Betretungsverbot und keine Notbetreuung“, erklärt Burkhard Ziegler den Unterschied. „Wer sein Kind seit Januar ein oder zweimal, weil man vielleicht selbst zum Arzt musste, in die Kita gebracht hat, sollte selbstverständlich auch sein Geld für diesen wieder erhalten “, veranschaulicht er es beispielhaft.

Aus organisatorischen Gründen werden die Gebühren und das Essensgeld für die Betreuung unter Coronabedingungen wie gehabt eingezogen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann die Eltern, die ihre Kinder zuhause betreut haben, einen geänderten Gebührenbescheid und das gezahlte Geld wieder erhalten. Die Aufhebung der Gebühren für Kinder, die nicht in der Kita betreut wurden, sollen solange gelten, wie das Land Hessen Ausgleichzahlungen den Kommunen anbietet.

„Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, denn die fehlenden Einnahmen belasten unseren Haushalt; dennoch reicht das Geld bei Weitem nicht, da es nur einen Teil der Ausfälle abdeckt.“