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Planungen für Neubau der Gerätehäuser geht voran


„Wir haben große Schritte nach vorne gemacht“, freut sich Bürgermeister Thomas Winkler mit Blick auf den Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Mörfelden und Walldorf. Denn aktuell wird an vielen Punkten gearbeitet und ein Beginn der Bauarbeiten immer greifbarer. Nach den hitzigen Standortdiskussionen und dem erfolgreichen Bürgerentscheid wird derzeit das Raumprogramm für den Walldorfer Standort mit der Wehrführung final abgestimmt. Hierbei geht darum, wie sich die Räume im Gerätehaus am besten anordnen lassen. Im Einsatzfall sind kurze Wege zu den Umkleiden und Fahrzeugen besonders wichtig.

„Die Fachplaner sind bereits beauftragt und kümmern sich um die Bereiche Statik, Brandschutz, Wärmeversorgung und Elektroinstallationen“, berichtet der Bürgermeister weiter. Im Frühjahr wird der Vorentwurf stehen und im Sommer möchte Thomas Winkler Entwurfsplanung, Kostenschätzung und Terminplan der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorlegen. Dabei konzentriert sich das Stadtplanungs- und bauamt auf das Gerätehaus in Walldorf, da dort der größere Handlungsbedarf besteht. Richtig los gehen soll es mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2022 und die Fertigstellung ist bis Ende 2023 anvisiert.

Die Vorboten der Baustelle wird man schon früher sehen können. Denn am neuen Standort in der Okrifteler Straße/An den Sportplätzen wird bis zum Herbst das Gelände für das neue Gerätehaus freigemacht. Da die zukünftige Walldorfer Feuerwache auf dem Areal des Bauhofs entsteht, werden Betriebsgebäude abgerissen und verlagert. Dafür laufen bereits Vorbereitungen und auf dem benachbarten Bauhofgelände werden Systembauhallen errichtet. Bis zum Sommer sollen die Hallen stehen und anschließend mit dem Umzug begonnen werden. Auch das DRK Walldorf ist auf dem Gelände des zukünftigen Feuerwehrstandorts untergebracht und braucht ein neues Zuhause. „Aktuell sind wir dabei die letzten Punkte mit dem Roten Kreuz abzuklären. Dem Magistrat wird ein Sachstandsbericht vorgelegt und danach informieren wir auch über den Umzug des DRK“, kündigt der Verwaltungschef an.

„Auch, wenn der Fokus derzeit auf Walldorf liegt, ist das Mörfelder Gerätehaus nicht vergessen“, betont Thomas Winkler. Bis zum Sommer 2021 sollen alle planungsrechtlich relevanten Punkte geklärt werden, damit im Spätsommer der Aufstellungsbeschluss für einen nötigen Bebauungsplan gefasst werden kann. „Der ideale Standort ist an der Kreuzung der Bundesstraßen B44 und B486. Zusammen mit der Wehrführung haben wir uns auf einen Neubau in Mörfelden verständigt“, so der Bürgermeister. An der sogenannten Luley-Kreuzung besteht ausreichend Platz für die Feuerwache samt Werkstätten. Sollte in Zukunft eine Erweiterung nötig werden, ist hier genügend Spielraum für einen Anbau. Die Gerätewarte der Feuerwehr werden ihren Arbeitsschwerpunkt in Mörfelden haben, aber ihre Aufgaben mit Unterstützung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch in Walldorf erledigen. „Aktuell stehen wir in sehr engem Kontakt mit den Architekten und dem Bauamt, um eine optimale Raumaufteilung zusammen zu gestalten“, freut sich Stadtbrandinspektor Jörg Bormann. Eine aufwendige Sanierung im Bestand wurde verworfen, da zu viele Kompromisse nötig wären. Mit dem Umzug an die Luley-Kreuzung können am bisherigen Feuerwehrstandort am Gärtnerweg zukünftig Wohnungen realisiert werden.

Mit den Planungen für die zwei Gerätehäuser setzt die Verwaltung das Ergebnis des Bürgerentscheids um. 74,4 Prozent sprachen sich bei der Abstimmung für die Beibehaltung von Gerätehäusern in jedem Stadtteil aus und kippten damit einen anderslautenden Parlamentsbeschluss. „Ich habe den Bürgerentscheid und die dezentrale Lösung immer unterstützt und bin sehr zufrieden, dass es nächstes Jahr in Walldorf losgeht“, so Thomas Winkler abschließend.