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Schneeschippen vor der Tür


Ein Winter ohne Schnee ist kein richtiger. Und so wundert es nicht, dass auch in Mörfelden-Walldorf die Freude über den ersten Schnee in diesem Jahr groß war. Dennoch ist die weiße glitzernde Pracht nicht nur schön anzusehen, sie birgt auch Gefahren und führt zu Verpflichtungen. Damit es zu keinen Unfällen kommt, sind Hauseigentümer*innen oder deren Mieter*innen verpflichtet, Schnee und Eis auf dem Gehweg vor ihrem Grundstück zu beseitigen. Und so heißt es wieder: Zur Schippe greifen und den Schnee beseitigen.

Manchmal ist weniger mehr

„Der Umwelt und den Tieren zuliebe sollte bei den vereisten Stellen Salz nur sehr sparsam verwendet werden“, rät Steffen Seinsche, Dezernent des Bürger- und Ordnungsamtes. Wenige Gramm genügen, um das Eis zum Tauen zu bringen. „Noch besser ist es, Sand oder Split oder ein salzfreies Auftaustreu zu verwenden.“

Keine Rutschgefahr

Wer denkt, er müsse keinen Schnee wegschaufeln oder Eis beseitigen, der irrt. Die Hauseigentümer*innen müssen dafür sorgen, dass der Gehweg vor dem Grundstück von Eis und Schnee befreit ist. Dies gilt, wenn es geschneit oder sich Glätte gebildet hat, täglich in der Zeit von 7:00 Uhr bis 20:00 Uhr - auch samstags, sonntags. „Bei Dauerschneefall muss selbstverständlich nicht fortlaufend geräumt werden, doch sobald es nur noch wenig schneit oder aufgehört hat, muss man dafür sorgen, dass keine Rutschgefahr mehr besteht“, sagt Steffen Seinsche.

Rücksichtnahme

Zwar müssen sich auch die Fußgänger auf die winterlichen Verhältnisse einstellen, doch wenn jemand ausrutscht und sich dabei verletzt, haftet der Hauseigentümer. Wer seiner Verpflichtung nicht nachkommt, wird vom Ordnungsamt darauf hingewiesen. Es kann auch eine Geldbuße verhängt werden „Eigentümer sollten auch an Rollstuhlfahrer*innen, Menschen, die einen Rollator benutzen, Kinder, ältere Menschen und Eltern, die einen Kinderwagen schieben, denken. Sie alle sind auf benutzbare Wege angewiesen“, so Steffen Seinsche.