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Zur Sicherheit Hand in Hand


Nicht nur zu Corona-Zeiten arbeitet das Ordnungsamt und die örtliche Polizei für die Sicherheit der Mörfelden-Walldorfer Hand in Hand. „Es gibt viele Schnittstellen bei der täglichen Arbeit wie gemeinsame Streifen mit dem Fahrrad in der Stadt, aber auch besondere Aktionen wie die gemeinsame Durchführung von großen Verkehrskontrollen oder die Verkehrssicherung und die Genehmigung von Sicherheitskonzepten bei größeren Veranstaltungen“, zählt Dienststellenleiter der Polizeistation Mörfelden-Walldorf Erster Polizeihauptkommissar Peter Watzl auf. Die Liste lässt sich um mehrere Bereiche verlängern.  

Polizei und Ordnungsamt ergänzen sich

„Polizei und Ordnungsamt ergänzen sich und geben sich, wenn nötig, gegenseitig Amtshilfe, mal fungieren die Ordnungspolizeibeamten als „Türöffner“ für die Polizei, mal unterstützen sie diese bei Durchsuchungen“, veranschaulicht Bürger- und Ordnungsdezernent Steffen Seinsche die enge Zusammenarbeit. Im letzten Jahr wurden zum Beispiel gemeinsame Einsätze gegen das illegale Glückspiel durchgeführt und auch beim großen Waldbrand waren sowohl Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes als auch Polizeikräfte vor Ort, schildert er weiter.

„Das Aufgabengebiet der Ordnungspolizeibeamt*innen hat sich verändert und sie übernehmen auch in Mörfelden-Walldorf zunehmend klassische vollzugspolizeiliche Aufgaben“, wissen Tatjana Lang, Leiterin des Ordnungsamtes und Tobias Lipps, Leiter der Ordnungspolizeibeamt*innen. Umso wichtiger ist es, mit der hiesigen Polizei regelmäßig in Kontakt zu stehen und zwar nicht nur per Email und Telefon, sondern persönlich. So entstand bei den beiden die Idee, sich regelmäßig mit der Polizei im kleinen Kreis auszutauschen, um effektiver arbeiten zu können.

Es gibt viel zu besprechen

Da es viel zu besprechen gibt, finden diese Treffen seit letztem Jahr einmal im Monat im Walldorfer Rathaus statt. „So ein intensiver und regelmäßiger Austausch zwischen Stadt und Polizei ist neu und beide Seiten profitieren davon“, lobt Steffen Seinsche die Zusammenarbeit. „Besonders die kurzen Verständigungswege und dass man sich persönlich kennt, erleichtert die Arbeit in vielen Angelegenheiten ungemein“, hebt Peter Watzl dabei hervor. Besprochen wird je nach Aktualität, welche gemeinsamen Einsätze geplant sind, was gut lief und was man noch verbessern könnte, worauf man allgemein achten und was man bedenken muss. Und ganz Allgemein: Was gerade in Mörfelden-Walldorf los ist. Auf der Arbeitsebene haben die Gespräche Vorteile. „Man erfährt, welchen „Sachzwängen“ jede der beiden Behörden unterliegt und versteht die andere Seite besser und entwickelt dadurch ein Verständnis füreinander und sucht dann nach Lösungen“, so Peter Watzl.

Thema Sicherheit spielt eine Rolle

Das Thema Sicherheit spielt bei den Treffen immer eine große Rolle. Anhand von Unfallstatistiken der Polizei und der Expertise des Sachbearbeiters der Straßenverkehrsbehörde Tobias Lipps, kann bei solchen Gesprächen beispielsweise erörtert werden, ob es notwendig ist, eine Änderung im Straßenverkehr vorzunehmen. „Oft stellt sich dabei heraus, dass man nur eine Kleinigkeit ändern muss, um einen Unfallpunkt zu entschärfen. Mal wurde ein Schild zu viel, mal ein Schild zu wenig angebracht“, weiß Peter Watzl aus Erfahrung.

Durch die Maßnahmen der Corona-Pandemie ist das Ordnungsamt besonders gefordert. Nicht nur, wenn es darum geht, Kontrollen durchzuführen. Auch ob und in welchem Rahmen Veranstaltungen wie die Kerb oder der Umzug zu Karneval stattfinden können oder nicht, wird ebenso im Vorfeld mit der Polizei diskutiert.

Findet eine Veranstaltung statt, achtet man bei der Umsetzung des Sicherheitskonzeptes darauf, dass der Charakter der Veranstaltung beibehalten wird. „Ziel ist es immer, dass die Mörfelden-Walldorfer zufrieden sind und sich sicher fühlen“, so Steffen Seinsche.

Planung der Verkehrsführung für den MöWathlon frühzeitig angehen

Neben diesen regelmäßigen Treffen, gibt es seit vielen Jahren Sondertermine wie für den Möwathlon. Bevor der Startschuss für diesen Event fällt, muss viel geregelt werden. Insbesondere der Verkehr, denn die Sicherheit der Teilnehmenden muss an diesem Tag gewährleistet sein. Dafür wird ein Verkehrskonzept erstellt. Veranstalter, Ordnungsamt und Polizei kommen dafür zusammen. Eine der Herausforderungen dabei: „Streckenabschnitte zweier Bundesstraßen müssen für das Groß-Ereignis gesperrt werden; „Nur die Ordnungspolizeibeamten und die Polizeibeamten dürfen an den Verkehrsknotenpunkten stehen und in den fließenden Verkehr eingreifen“, weiß Polizeioberkommissar Martin Fitzthum, der selbst schon oft die Ordnungskräfte unterstützte und zum MöWathlon-Vorbesprechungs-Team gehört. Nicht immer findet die geänderte Verkehrsführung an diesem Tag bei allen eine Zustimmung, da heißt es Ruhe bewahren.

Prävention steht im Mittelpunkt der AG Mediation

Ruhig geht es in Mörfelden-Walldorf ohnehin nicht immer zu. Immer wieder gibt es Beschwerden über Jugendliche und sogenannte Brennpunkte, die man im Blick behalten muss. Seit über zehn Jahren gibt es daher die Arbeitsgruppe Mediation, die sich zweimal im Jahr trifft. Jede beteiligte Organisation schildert die Lage dabei aus seiner Sicht. In der AG Mediation geht es vor allem um Prävention. Die Frage: Was kann man tun, damit sich die Lage entspannt? steht im Mittelpunkt. Neben Vertreter*innen des Sozial- und Wohnungsamtes, Sozialarbeiter*innen, des Integrationsbüros. die Frauenbeauftragte, Diakonisches Werk, der Bürger- und Ordnungsdezernent, der Erste Stadtrat, die Referentin des Ersten Stadtrats sind auch das Ordnungsamt und die Polizei wieder mit dabei.

Miteinander reden ist wichtig

„Ich glaube nicht, dass viele Städte so viel Zeit in solche Treffen investieren. Dabei ist es so wichtig miteinander zu reden und sich auszutauschen. Nur so kann man alle Aspekte beleuchten. Je mehr man voneinander weiß, umso besser und präventiver kann man letztendlich arbeiten“, findet Steffen Seinsche.