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Straßenverkehr ist keine Einbahnstraße


Radfahren ist gesund, umweltfreundlich und macht Spaß. Über 70 Millionen Fahrräder sind schätzungsweise auf den deutschen Straßen unterwegs. Auch die Mörfelden-Walldorfer treten kräftig in die Pedale, um sich innerorts zu bewegen. Bietet sich das Verkehrswegenetz der Doppelstadt doch sehr gut dafür an. Und so verwundert es nicht, dass im Sommer viele Einwohner:innen vom Auto auf das Fahrrad umsatteln.

„Mörfelden-Walldorf ist eine fahrradfreundliche Stadt und seit vielen Jahren können die Radler:innen auch in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung fahren“, weiß Bürger-und Ordnungsdezernent Bernd Körner. Diese Möglichkeit wird gerne genutzt, um schneller und auf direkten Wege ans Ziel zu kommen. Nicht alle Autofaher:innen sind allerdings über die entgegenkommenden Radler:innen in engen Einbahnstraßen mit wenig Ausweichmöglichkeiten erfreut. „Manchmal erhält das Ordnungsamt Beschwerden“, sagt Tobias Lipps, Leiter der Ordnungspolizei. „Diese halten sich jedoch im überschaubaren Rahmen.“

Damit alle sicher und entspannt an ihr Ziel kommen, ist es deshalb wichtig, auf die Verkehrsregeln zu achten und riskante Fahrmanöver zu unterlassen.

Das heißt: Sowohl die Fahrradfahrer:innen als auch die Autofaher:innen sind laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) angehalten auf der rechten Seite zu fahren. Auch wenn sie sich auf einer Einbahnstraße befinden. „Man soll also nicht auf der Mitte der Fahrbahn fahren“, verdeutlicht Bernd Körner und bittet darum, dass sich die Verkehrsteilnehmer*innen daran halten. Zudem gilt die rechts vor links Regelung an den Kreuzungen, auch für den Radverkehr. „Dies wird hin und wieder vergessen und kann gefährlich werden.“

In der überarbeiteten Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt es seit letztem Jahr einige Änderungen, die die Sicherheit von Fahrradfahrer:innen erhöhen und den Radverkehr stärken sollen. „Den Radler:innen wird mehr Raum gegeben“, beschreibt es der Bürger-und Ordnungsdezernent bildlich. „Was wir sehr begrüßen.“

Autofahrer:innen müssen innerhalb des Stadtgebiets, wenn sie Radler:inen überholen wollen, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Außerhalb der Stadtgrenze sind es zwei Meter.
Auch das Nebeneinanderfahren zweier Fahrradfahrer:innen ist laut StVO jetzt offiziell erlaubt. „In Einbahnstraßen solle man aber allein schon aus Sicherheitsgründen davon absehen“, appelliert Tobias Lipps. Und Bernd Körner ergänzt: „Gegenseitige Rücksichtnahme und vorsichtiges achtsames Fahren kann vor Unfällen und Ärger schützen.“