3176-Panorama.jpg

Trau dich 


Ein schöner Tag für Romantiker: Im Schloss Mönchbruch können Heiratswillige wieder „Ja“ sagen. Auch Gäste sind wieder erlaubt. Ganz wie vor Corona-Zeiten laufen die Hochzeitszeremonien allerdings nicht ab.

Hygienevorschriften gelten und Anzahl der Gäste ist beschränkt

„Hochzeiten finden unter Coronabindungen statt“, sagt Standesbeamtin Edith Wünsch. Das heißt: In Mönchbruch sind neben dem Brautpaar und der Standesbeamt*in bis zu 17 Gästen erlaubt. Im Trauzimmer im Walldorfer Rathaus dürfen dagegen nur maximal 7 Gästen teilnehmen. „Dies liegt daran, dass dieser Raum kleiner ist und wir die Hygienereglungen beachten müssen“, erklärt Edith Wünsch.

Heiraten nur Mittwoch- und Freitagvormittag möglich

Leider können aktuell keine Sondertrautermine am Samstag angeboten werden, dafür kann man am Mittwoch- oder Freitagvormittag heiraten. Bis zu drei Trauungen können pro Tag stattfinden. „Die Zermonien finden an einem Vormittag entweder nur in Mönchbruch oder im Walldorfer Rathaus statt.“ An welchem Ort die Hochzeit am jeweiligen Tag stattfindet, richtet sich nach dem Brautpaar, das zuerst einen Termin vereinbart hat. „Wer einen bestimmten Wunschort- und Wunschtermin hat, muss also schnell sein“, gibt die Standesbeamtin schmunzelnd einen Tipp.

Bevor die Gäste das Trauzimmer betreten können, müssen sie zur Kontaktnachverfolgung eine Selbstauskunft ausfüllen. Neben den Kontaktdaten wird danach gefragt, ob man sich in einem Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte, usw.. Jeder Teilnehmende erhält zum Ausfüllen einen eigenen Stift. Alle Gäste müssen eine FFP2-oder OP-Maske tragen. Aber ein Sektempfang ist leider noch nicht erlaubt.

Ein Stückchen Normalität am schönsten Tag

„Gesundheitsschutz hat auch bei einer Hochzeit Priorität. Damit die sinkenden Fallzahlen nicht wieder ansteigen und weitere Lockerungen bald wieder möglich sind, müssen wir uns an Verordnungen halten“, weiß Bürger- und Ordnungsdezernent Bernd Körner, der sich darüber freut, dass die Brautpaare jetzt wieder in Gesellschaft heiraten können. „Es soll ja ein Tag werden, den man gemeinsam verbringt, sein Glück teilen kann und an den man sich immer gerne erinnert.“

Auch das Standesamt-Team freut sich auf die Lockerungen bei den Trauungen. „Endlich kommt wieder ein Stück Normalität hinzu. Seit des Lockdowns Anfang des Jahres durfte nur das Brautpaar ins Trauzimmer. Die Eheschließung dauerte rund fünf Minuten, weil nur der gesetzliche Teil vorgetragen werden durfte. Man sollte ja nicht so viel reden wegen der Aerosole. Das war leider schon eine sehr abgespeckte Form einer Hochzeit“, schildert Edith Wünsch den Ablauf.

In Zukunft hoffentlich wieder mehr Trauungen

So wundert es auch nicht, dass im letzten Jahr nur 113 Eheschließungen stattfanden. „Viele, die sich den Traum einer großen romantischen Hochzeit erfüllen wollten, haben ihre Hochzeit verschoben“, sagt die Standesbeamtin. Statistisch gesehen gab es vor der Pandemie in Mörfelden-Walldorf im Schnitt 150 Eheschließungen im Jahr. Viele dauerten eine halbe Stunde, mit selbst mitgebrachter Musik und einer persönlichen Traurede. „Wir freuen uns alle darauf, wenn das im Rathaus Walldorf oder in Mönchbruch in Zukunft möglich ist und sich wieder mehr Menschen trauen.“

Wer in Mörfelden-Walldorf heiraten will, wendet sich an:

Standesamt, Rathaus Walldorf,  Flughafenstraße 37, 3. Stock.

Weitere Infos: www.moefelden-walldorf.de