3176-Panorama.jpg

Mit Spaß gegen den Corona-Blues


„Nichts ist für Jugendliche so frustrierend wie Langeweile und deswegen freue ich mich umso mehr, dass die Jugendförderung wieder ein Jahresprogramm auf die Beine gestellt hat, das Bewegung, Abwechslung und viele Lichtblicke in den Alltag der Jugendlichen bringt, aber auch Hilfestellung leistet“, findet Erster Stadtrat und Sozialdezernent Burkhard Ziegler und lobt das Engagement der Beteiligten, die schnell und flexibel auf die neuen Gegebenheiten reagiert haben.  

Das letzte Jahr mit all den Einschränkungen war auch für die Heranwachsenden nicht einfach. Viele Veranstaltungen für Jugendliche mussten abgesagt werden, andere konnten nur mit wenigen Personen stattfinden. „Jeder der mit Jugendlichen zusammenarbeitet weiß jedoch, wie wichtig Nähe und der regelmäßige Kontakt sind“, sagt Harald Herdegen, Leiter der Sozialen Dienste. „Wir haben deshalb alles daran gesetzt, weiter für sie da zu sein und Alternativen anzubieten.“

Die Herausforderungen, die sich durch die coronabedingten Vorschriften ergaben, wurden mit Kreativität angenommen und neue Wege beschritten. Und so traf man sich im virtuellen Raum, um dort gemeinsam via Video-Stream zu kochen, basteln oder miteinander zu spielen. Zusätzlich gab es Offene Treffs, „Onlinegames-Turniere“ und Konzert- und DJ-Livestreams und vieles mehr. Auch im neuen Jahresprogramm finden sich die beliebten Online-Angebote wieder und bringen Action ins Wohn- bzw. Kinderzimmer oder in die Küche. Die virtuellen Angebote bilden deshalb das Herzstück für das Programm 2021.

„Leider müssen wir dieses Jahr aufgrund der Pandemie auf die Freizeitfahrten verzichten, dafür werden aber Tagesaktionen in Mörfelden-Walldorf angeboten. Wenn sich die Corona-Lage entspannt, können eventuell auch Ausflüge zum Angeln oder Wakeboarden stattfinden. Dies hängt aber natürlich vom Infektionsgeschehen und den Regelungen ab. Wir hoffen aber das Beste und informieren, wenn es zu Änderungen kommen sollte“, gibt Burkhard Ziegler einen Ausblick.

Auch die Ferienspiele für die Grundschüler*innen sind wieder im Programm aufgeführt, jedoch mit weniger Teilnehmer*innen als normalerweise. In den Oster- und Herbstferien gibt es jeweils eine Workshop-Woche. In den Kursen können Interessierte ab 10 Jahren klettern, nähen oder Graffity-sprayen und ihre Fähigkeiten erweitern.

Große Veranstaltungen wie das Seifenkistenrennen, die viele Menschen anziehen, mussten schweren Herzens von der Programmliste gestrichen werden. Dafür können eventuell kleinere Veranstaltungen im Freien stattfinden sowie die Open-Air-Kino-Abende.

Aber nicht nur der Spaßfaktor wird im Programm berücksichtigt, es gibt auch jede Menge Förder- und Hilfsangebote. Der Jobtreff unterstützt zum Beispiel bei allen Fragen rund um das Thema Berufsfindung. Das beginnt bei dem Herausfinden, welchen Weg man einschlagen möchte, über das Finden eines Praktikums- oder Ausbildungsplatz bis hin zum gemeinsamen Erstellen eines Anschreibens sowie das Üben eines Vorstellungsgesprächs. Zusätzlich gibt es gemeinsam mit der Bertha-von-Suttner-Schule einen Bewerbungsworkshop. Auch das Angebot einer Suchtberatung für Jugendliche und Eltern, die Lernhilfe oder Kurse zur Selbstverteidigung sollen die Jugendliche von der Couch locken und dazu bringen ihre Zeit zu nutzen, um Neues zu lernen. Das dies gelingt, ist sich der Erste Stadtrat sicher: „Im Programm ist für jeden etwas dabei.“

Die Broschüren sind ab 22. März in den beiden Jugendzentren und Stadtbüros und im Sozial- und Wohnungsamt erhältlich und zum Download auf www.jufoe-mw.de zur Verfügung.

Darüber hinaus werden die Broschüren von den Klassenlehrer*innen in allen Grundschulen der Stadt und auch in der Bertha- von-Suttner Schule verteilt.

Anmeldewoche für die Aktivitäten und für die Ferienspiele: 22.-26. März 2021.