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Zwischen Freiheit und Sicherheit


Seit 11. Mai 2021 ist Bernd Körner der neue Bürger- und Ordnungsdezernent der Stadt Mörfelden-Walldorf. Wie bereits sein Vorgänger Steffen Seinsche ist er als ehrenamtlicher Stadtrat in diesem Dezernat für rund 30 Mitarbeiter*innen verantwortlich. Seit seiner Ernennung hat Körner schon erste Gespräche geführt und die  mit der Einarbeitung in die Themen begonnen. Das Hauptaugenmerk liegt für ihn dabei auf den Mörfelden-Walldorfer Bürger*innen und ihren Anliegen. Eine Aufgabe, auf die sich der 64-jährige freut. „Der Mensch steht hier im Mittelpunkt. Ich bin mir aber dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit bewusst. Und hier ist Fingerspitzengefühl und das richtige Augenmaß gefragt“, beschreibt er die Herausforderung seiner Position. Ganz oben auf der Agenda steht für den Bereich des Ordnungsamtes nach wie vor die Corona-Pandemie, auch wenn aktuell die Inzidenzwerte zurückgehen.

„Wir sind weiterhin nach dem Gesetz verpflichtet, die Corona-Verordnungen vor Ort zu überwachen. Auch die Themen Vermüllung, Vandalismus und illegale Glückspiele werden Dauerthemen sein, die das Ordnungsamt beschäftigen werden und denen man gezielt nachgehen muss.“ Weiter zählt Bernd Körner angespannte Parkplatzsituationen auf. Wenn die Badesaison wieder losgehen sollte, spielt das Thema Falschparken und Verkehrsführung eine große Rolle. „In welchem Umfang wir in diesem Jahr die Verkehrsproblematik im Mörfelder Waldschwimmbad, an der Badestelle Walldorfer See oder am Bornbruchsee haben werden, wird sich zeigen. Je mehr wir zur Normalität zurückkehren und Beschränkungen fallen, umso mehr Andrang dürften wir verzeichnen“, ist er sich sicher. Wichtig sind ihm auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Organisationen sowie den Rettungskräften. „Wir sind bereits im Gespräch und ich denke, dadurch kann man gemeinsam mehr erreichen.“ Auch die Treffen mit der Polizei wird es weiterhin geben. „Regelmäßige Abstimmungen haben sich bewährt und das soll beibehalten werden“, erklärt er. Für das Standesamt und Heiratswillige hofft er, dass bald wieder Normalität einkehrt, waren doch die  die Hochzeiten während der Pandemie deutlich zurückgegangen. Dies wird sich hoffentlich bald wieder ändern“, sagt Körner

Bis der neue Erste Stadtrat gewählt und offiziell in das Amt eingeführt wird, ist Bernd Körner zudem auch für die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing sowie für das Amt für Finanzen mit zirka 20 Mitarbeiter*innen verantwortlich. Ein Bereich, der ihn sehr interessiert, denn nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften und einem Traineeprogramm in einem internationalen IT-Großunternehmen übernahm der Diplom Kaufmann die Markt- und Vertriebsverantwortung für das Segment Investmentbanking, später wurde er Vertriebsleiter in diesem Unternehmen. Als Geschäftsstellenleitereines großen internationalen Beratungsunternehmens fokussierte er sich später auf das Beratungsgeschäft mit Schwerpunkt Banken. Bis heute arbeitet der Vater von drei Kindern im Finanzbereich in unterschiedlichen Positionen, auch international, was ihn bis heute prägt. „Besonders interessiert bin ich an regulatorischen Projekten“, erklärt er.

Die Genehmigung des Haushaltes ist für  ihn das zentrale Thema. Denn: „Die Stadt muss schnell handlungsfähig werden, damit wichtige Projekte, wie beispielsweise im Baubereich, umgesetzt und auch die Vereine adäquat unterstützt werden können“, sagt Bernd Körner.

„Auch in naher Zukunft müssen die Auswirkungen von Steuerausfällen und Mindererträge der Gebühren, bedingt durch die Corona-Pandemie, sowie allgemeine Preissteigerungen im Blick behalten und analysiert werden, um schnell Lösungsansätze zu finden.“

Bernd Körner, der in seiner Freizeit gerne Musik macht, Fahrrad fährt und segelt, weiß, dass nun manch große Welle umsegelt werden muss. „Ich bin froh und dankbar, dass ich hierbei von engagierten und kompetenten Mitarbeiter*innen unterstützt werde.“

Der Terminkalender des neuen Bürger- und Ordnungsdezernenten, der nebenberuflich bis heute als Geschäftsführer einer Diakoniestation in Hessen tätig ist, wird sich in nächster Zeit noch weiter füllen. Doch dies ist Bernd Körner gewohnt.

„In meinem Berufsleben habe ich die Führung von Vertriebs-, Verwaltungs- und Projektabteilungen bzw. Geschäftsstellen übernommen, viele Projekte geleitet, mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammengearbeitet und ich durfte mich in fachlich und finanziell anspruchsvollen Situationen beweisen. Aufgrund meines beruflichen Werdegangs kann ich einiges mitbringen, was den Menschen und der Stadt nutzen kann, und das möchte ich gerne einbringen“, fasst er zusammen.