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Immer mehr Angebote für Geflüchtete
laufen an


In der Ukraine geht der Krieg unvermindert weiter, Städte werden zerstört, Menschen brutal getötet. An eine Rückkehr in die Heimat ist nur schwerlich zu denken. In Mörfelden-Walldorf werden unterdessen immer mehr Angebote für Geflüchtete
organisiert und von städtischer Seite versucht man, auf die vielen Fragen einzugehen. Im Sozialamt und im Integrationsbüro haben die Mitarbeiter:innen alle Hände voll zu tun.

„Der Beratungsbedarf ist enorm. Es geht etwa um eine Arbeitserlaubnis oder einen Platz in der Schule“, berichten Bürgermeister Thomas Winkler und Erster Stadtrat Karsten Groß. „Uns ist wichtig, dass sich die Menschen aus der Ukraine in Mörfelden-Walldorf zurechtfinden und der Krieg wenigstens etwas in den Hintergrund treten kann.“

Über das Integrationsbüro werden mittlerweile Deutschkurse von ehrenamtlichen Helfer:innen organisiert, und die Jugendzentren machen spezielle Angebote für Geflüchtete. Als fester Treffpunkt hat sich das Begegnungscafé im Treffpunkt
Waldenserhof etabliert. Auch wenn es um Sport geht, bringt sich die Stadt ein. So steht Sportcoach Uwe Wolf als Ansprechpartner bereit und kann von Geflüchteten unter der Telefonnummer 0172 4847698 erreicht werden.

„Aktuell sind über 200 Geflüchtete in Mörfelden-Walldorf angekommen. Das sind noch nicht ganz so viele, wie wir vor
einigen Wochen erwartet haben. Es kommen aber natürlich immer weitere Menschen bei uns an“, sagt Thomas Winkler. Mehr als die Hälfte lebt derzeit bei Familienangehörigen, Freunden oder hilfsbereiten Bürger:innen. Von offizieller Seite ist der Kreis Groß-Gerau für die Unterbringung von Geflüchteten unabhängig von ihrer Herkunft zuständig. Bislang wurde dabei auf angemietete Hotelzimmer und Wohnungen zurückgegriffen. „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass wir eine Sporthalle zur Notunterkunft umwandeln müssen“, schätzt der Bürgermeister. Aber natürlich ist das nur eine Momentaufnahme.

Grundsätzlich gilt, alle Geflüchteten sollen sich bitte bei den Stadtbüros anmelden. Nur so kann sich die Verwaltung einen Überblick der aktuellen Situation in Mörfelden-Walldorf verschaffen. Außerdem ist eine offizielle Anmeldung bei den Stadtbüros wichtig, wenn Kinder in die Schule sollen oder man auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

„Wenn Geflüchtete aus einer Privatunterkunft in eine andere Unterkunft umziehen möchten, kann man sich direkt beim Kreis melden, der dies zentral koordiniert“, berichtet Karsten Groß. Denn der Erste Stadtrat weiß, dass es auf Dauer belastend sein kann, wenn es in einer Wohnung zu eng ist. „Wir bieten gerne die Jugendzentren als Treffpunkte für Kinder und Jugendliche an. So kann man raus aus den vier Wänden“. Junge Familien können sich hier zu Spielgruppen verabreden und sich austauschen.

„Die Hilfsbereitschaft in Mörfelden-Walldorf ist groß“, freuen sich Bürgermeister und Erster Stadtrat über die Willkommenskultur. Die hat bereits Tradition in Mörfelden-Walldorf, so haben sich in der Vergangenheit viele Helfer im Netzwerk
„Miteinander“ zusammengeschlossen. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, kann sich per E-Mail an die Adresse integrationsbuero@moerfelden-walldorf.de beim Integrationsbüro wenden. Am besten mit einer kurzen Beschreibung, wie man Geflüchteten helfen möchte. Das Integrationsbüro meldet sich dann, wenn konkrete Unterstützung benötigt wird.
Angesichts der hohen Arbeitsbelastung kann es einige Tage bis zu einer Rückmeldung dauern. Es wird gebeten, von Telefonanrufen abzusehen. Um eine Flut von Sachspenden zu vermeiden, wird die Stadtverwaltung gezielt nach Gesuchtem fragen und zudem auf das Netzwerk „Miteinander“ zurückgreifen.

Für Geldspenden ist ein städtisches Konto eingerichtet. Die Bankdaten lauten: Kreissparkasse Groß-Gerau, IBAN DE61 5085 2553 0006 0000 61 und BIC HELADEF1GRG. Als Verwendungszweck bitte „Integrationsbüro/Ukrainehilfe" angeben. Im Moment werden die Spenden zur Anschaffung von Deutschbüchern für die ehrenamtlichen Sprachkurse verwendet.

Aktuelle Informationen für Geflüchtete und wie man in Mörfelden-Walldorf vor Ort helfen kann, finden Sie hier.