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Vita Wilhelm Arnoul

Wilhelm Arnoul wurde am 16. September 1893 in Neu-Isenburg geboren und stammt aus einer alten Neu-Isenburger Familie. Er besuchte die Volksschule und die höhere Schule und machte danach eine Lehre zum Handlungsgehilfen. Als Beruf gab er Kaufmann oder Fabrikant an.

Am 15. Dezember 1921 erfolgte die Eheschließung mit Anna Barbara Gissel.

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In der Weimarer Republik war Arnoul SPD-Angeordneter im Neu-Isenburger Gemeinderat und wurde mit 31 Jahren zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt bekleidete er von 1924 bis 1933. In der gleichen Zeit war er auch Mitglied des Kreistages und des Kreisausschusses.

Während des Dritten Reiches musste Wilhelm Arnoul nach Frankreich emigrieren. Anfang März 1933 wurde Arnoul verhaftet und Mitte März 1933 des Amtes als Bürgermeister enthoben. In der Folge flüchtete er nach Frankreich und kehrte 1942 nach Stuttgart zurück, wo er erneut verhaftet und wieder entlassen wurde und bis zum Endes des Krieges lebte.

Im Jahr 1945 wurde Wilhelm Arnoul wieder in sein Amt als Bürgermeister von Neu-Isenburg eingesetzt. Von 1946 bis 1950 war er gewählter Landrat im Landkreis Offenbach und zwischen 1950 und 1961 Regierungspräsident in Darmstadt.

Aufgrund seiner Freundschaft mit dem Walldorfer Bürgermeister Christian Zwilling und seines religiösen Ursprungs als Hugenotte sah er sich mit den Walldorfern bzw. Waldensern eng verbunden. Er befürwortete den Bau der Wilhelm-Arnoul-Schule und setzte sich dafür ein, dass Gelder zur Verfügung standen. Bei der Einweihung des Kollegiengebäudes enthüllte Wilhelm Arnoul eine Bronzetafel zu Ehren dreier Männer, die Ihr Leben in der Zeit des Nationalsozialisums für die Freiheit gegeben hatten.

Wilhelm Arnoul starb am 27.03.1964. Seine Frau Anna Barbara verstarb am 27.01.1966. In ihrem gemeinschaftlichen Testament vom 09.07.1962 haben die Eheleute Arnoul die Stadt Walldorf zu Ihrer Alleinerbin bestimmt und festgelegt, dass aus den Erträgen der Erbschaft besonders begabte aber auch bedürftige Schüler der Wilhelm-Arnoul-Schule und Waldenserschule gefördert werden sollen. Aufgrund dieses Testaments trat der Erbfall 1967 ein und es erfolgte die Gründung der Stiftung.


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