Two Jack o lantern Omphalotus olearius mushrooms

Pilzberatung

Pilzberatung

Jetzt ist Schluss mit Schwimmbad, Eiswaffel und Sonnenbrand. Jetzt lockt die Natur wieder mit bunten Farben, blendenden Strahlen der tief stehenden Sonne am Nachmittag, langersehnten Gerüchen – zum Beispiel den der Pilze im Wald.

Woman hold fresh picked wild mushrooms

Die Blätter fallen, die Pilze sprießen, eifrige Pilzsammler sind unterwegs. Die kulinarische Pilz-Saison ist eröffnet. Doch welcher Pilz ist essbar und welcher ist gefährlich? Einen Fliegenpilz erkennt jedes Kind, aber welche Arten noch in unseren Wäldern und am Wegesrändern wachsen, das wissen die wenigsten.

Zum Sammeln für das Abendessen sind die knallbunten meist nicht geeignet, da diese häufig giftig sind. Steinpilz, Maronenröhrling, Birkenpilz und Rotkappe hingegen sind sehr schmackhaft, aber oft nur für das geübte Auge zu sehen. Noch schwerer wird es bei Totentrompete, Semmelstoppel und Trompetenpfifferling. Wer sich auf eigene Faust zum Pilze suchen in den Wald begibt, sollte immer zusätzlich zum essbaren Pilz das ungenießbare Ponton kennen, das macht den Kenner aus.

Für jene, die sich nicht auskennen, seien Pilzseminare empfohlen, die von Fachleuten durchgeführt werden und direkt im Wald stattfinden. Aber auch das Umherstreifen, Anschauen und Genießen der Natur um diese Jahreszeit ist einfach wunderbar. Bei genauem Hinsehen entpuppt sich so manches braune Blatt als Pilz oder vielleicht als Frosch.


Wichtige Regeln für das Pilze sammeln:

  1. Nehmen Sie nur Pilze für die Küche, die Sie kennen.
  2. Pilze sollten nur in luftdurchlässigen Behältnissen, am besten Körben, gesammelt und transportiert werden.
  3. Pilze bitte aus dem Boden drehen oder abschneiden. Niemals herausreißen!
  4. Unbekannte Arten nur in wenigen Exemplaren mitnehmen um sie zwecks Nachbestimmung bzw. Vorlage bei einer Pilzberatungsstelle zur Verfügung zu haben. Diese Pilze immer mit der Stielbasis herausdrehen.
  5. Sauber sammeln. Bekannte von unbekannten Arten getrennt halten und Pilze gleich an Ort und Stelle von Schmutz befreien.
  6. Frische Pilze kühl und luftig lagern und spätestens 24 Stunden nach dem Sammeln zubereiten.
  7. Pilzgerichte dürfen nur einmal wieder aufgewärmt werden.
  8. Maßvoll mit der Natur und ihren Ressourcen umgehen. Nur so viel Pilze mitnehmen, wie innerhalb der kürzester Zeit für den Eigenbedarf verarbeite werden können.


Pilzsachverständige in der Nähe

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. hat auf ihrer Homepage viel zum Thema Pilze und Pilzberatung zusammen getragen. Ebenso finden Sie dort auch eine Auflistung der Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe.


WICHTIG FÜR DEN NOTFALL

Sollten sich nach einer Pilzmahlzeit Komplikationen einstellen, sollten Sie die Rufnummer der Giftnotrufzentrale in Mainz immer griffbereit zur Hand haben:

Giftnotrufzentrale Mainz: 06131 – 1 92 40