Igelschutz im Garten

Igelschutz

Igelschutz

Im Gegensatz zu vielen anderen Wildtieren sind Igel keine Fluchttiere. Bei Gefahr rollen sich die Tiere instinktiv zusammen und verlassen sich darauf, dass ihr Stachelkleid sie schützt. Was in der Natur die kleinen Räuber meist sehr zuverlässig beschützt, kann bei menschlichen Gefahren nicht helfen. Besonders in der Herbstzeit sieht man immer wieder überfahrene Igel am Straßenrand. Doch seit einigen Jahren lauern neue, deutlich kleinere Gefahren in den immer kleiner werdenden Rückzugsgebieten der Igel: Mähroboter

Automatische Mähroboter sind auch in Deutschland inzwischen sehr beliebt, da sie den Gartenbesitzern Arbeit abnehmen und diese unbemerkt nebenher ausführen. Doch birgt diese Arbeitserleichterung oft ungeahnte Gefahren für unsere kleinen Mitbewohner und Gartenbesucher. Gerade bei nächtlicher Fahrt fallen den Robotern regelmäßig Igel, Amphibien und andere Kleintiere zum Opfer. 

Ein umsichtiger Mensch kann bei Igelsichtung im besten Fall ausweichen oder stoppen,  ob im Auto oder mit dem Rasenmäher. Doch der autonome Mähroboter schafft das meistens nicht, trotz extra beworbener Vorrichtungen. Deshalb ist es wichtig nur tagsüber zu fahren, damit die dämmerungs- und nachtaktiv Igel nicht gefährdet werden. 

Seit Juni 2026 hat deshalb der Kreistag beschlossen, eine Allgemeinverfügung zu der Thematik zu verfassen.  Nähere Infos finden Sie übersichtlich zusammengefasst auf folgendem Merkblatt der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises.

Neben dem bedachten Mähen helfen auch andere Maßnahme, wie eine Igelfreundliche, naturnahe Gestaltung des Gartens mit Versteckmöglichkeiten und kleine Schlupflöcher in Zäunen, damit die Igel weniger Hindernisse bei ihrer nächtlichen Futtersuche haben. Denn Igel sind nicht nur süß anzuschauen, sie leisten uns auch treue Dienste in der Bekämpfung von Gartenschädlingen wie Schnecken, Raupen und Käfer. Es lohnt sich demnach gleich doppelt, es den Tieren im eigenen Garten gemütlich zu machen. 

Weiteres zum richtigen Umgang und Überwinterungshilfe für Igel finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite des NABU:

Titelbild: Marlowe Weingart

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