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s t a d t p l a n u n g

Stadtplanung

Gründe für neue Entwicklungen oder Veränderungen im Stadtgebiet gibt es viele: Neue Wohngebiete, Erholungs- und Sportflächen, zusätzliche Supermarkt-Standorte, Platz für neue Kitas oder Flächen für Unternehmen. Bei solchen Veränderungen ist die Stadt Mörfelden-Walldorf verpflichtet, übergeordnete Planungsziele und –grundsätze auf Landes- und Regionalebene zu berücksichtigen. Aus diesem Grund arbeitet die Stadt bei diesen Planungen aktiv mit, um gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft von Mörfelden-Walldorf sicherzustellen.

Landesentwicklungsplan (LEP)

Der Landesentwicklungsplan Hessen legt allgemeine Ziele für die Entwicklung und Grundsätze, die berücksichtigt werden müssen, fest. Hierzu gehören viele Themen, zum Beispiel Innen- statt Außenentwicklung, Energieerzeugung, Klimaschutz und überörtliche Verkehrswege. Für Mörfelden-Walldorf sind auch die Festlegungen zum Flugverkehr und Flughafen wichtig.


Regionalplan

Der Regionalplan Südhessen bietet neben ausführlichen Festlegungen zu den Zielen und Grundsätzen auch eine Gebietskarte, auf der dargestellt ist, wo welche Entwicklungen zukünftig vorrangig umgesetzt werden sollen. Für Mörfelden-Walldorf, als Teil der Metropolregion FrankfurtRheinMain, wird der Regionalplan mit dem Regionalen Flächennutzungsplan gemeinsam bearbeitet.

Regionaler Flächennutzungsplan (RegFNP)

Im Regionalen Flächennutzungsplan werden die Entwicklungsziele für das gesamte Stadtgebiet Mörfelden-Walldorfs dargestellt. Verantwortlich für die Aufstellung des RegFNP ist der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Ein Anspruch auf Umsetzung der Entwicklungen gegenüber Dritten besteht nicht. Der RegFNP gibt wichtige Planungsziele, wie etwa das Siedlungsbeschränkungsgebiet um den Frankfurter Flughafen, vor. Die Stadt Mörfelden-Walldorf und andere Behörden sind verpflichtet, ihre Planungen an den RegFNP anzupassen.

Bebauungsplan (B-Plan)

Im Stadtgebiet regelt die Stadt Mörfelden-Walldorf durch Bebauungspläne, was in festgelegten Bereichen zukünftig gebaut werden darf. Hier wird zum Beispiel festgelegt, ob Wohngebiete oder Gewerbeflächen entstehen, wie hoch Gebäude gebaut werden dürfen, ob Vorgärten entstehen sollen, manchmal sogar, wie hoch der Zaun zum Nachbarn sein darf. Bebauungspläne werden als Satzung verabschiedet und müssen von Jedem eingehalten werden.


Aktive Kernbereiche

2008 wurde Mörfelden-Walldorf in das neue Städtebauförderprogramm "Aktive Kernbereiche in Hessen" als Ausgestaltung des Bund-Länder-Programms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aufgenommen.

Mit dieser Schwerpunktbildung gibt das Land Hessen seinen Städten und Gemeinden ein neues Instrument an die Hand, um die Unverwechselbarkeit und das urbane Leben in den Zentren und Kernbereichen mit seiner Vielfalt aus Einzelhandel, Dienstleistung, Handwerk, Kultur, Gastronomie und Wohnen nachhaltig zu stärken

Ziele des Programms

Die Zentren sind das Herz unserer Städte, hier hat jede Stadt ihre ganz besonderen Anziehungspunkte, hier ist Stadt vielfältig und lebendig. Deshalb ist es wichtig, ein Bewusstsein für unsere Innenstädte zu schaffen, um Vielfältigkeit und Lebendigkeit zu erhalten und weiterzuentwickeln. Es sind die unverwechselbaren Gesichter der Innenstädte, die den Unterschied ausmachen. Ziel des Programmes ist es, zentrale Versorgungsbereiche, die von Funktionsverlusten, insbesondere gewerblichem Leerstand, bedroht oder betroffen sind, als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben zu erhalten und zu entwickeln. Gemeinsam sollen Konzepte ausgearbeitet und umgesetzt werden, die den Anspruch erfüllen,

  • die Individualität und das Alleinstellungsmerkmal der Kernbereiche zu schützen und weiterzuentwickeln,
  • Kernbereiche als Zentren öffentlichen Lebens zu festigen,
  • die Wettbewerbsfähigkeit der Kernbereiche als Standorte des Einzelhandels und der Versorgung zu stärken,
  • das Wohnen und die Aufenthaltsqualität auch der Freiräume weiterzuentwickeln und zu verbessern,
  • kooperatives Handeln der Innenstadtakteure einzufordern,
  • Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern und
  • Eigeninitiative der privaten Akteure zu ermöglichen und zu unterstützen.

In Mörfelden-Walldorf wurden als Kernbereiche die jeweiligen Innenstadtzentren der Ortsteile festgelegt.

Aktuelle Projekte im Rahmen der Aktiven Kernbereiche

  • Evangelisches Gemeindezentrum Walldorf

    Im städtischen Integrierten Handlungskonzept zum Förderprogramm "Aktive Kernbereiche" ist der Bereich zwischen Heimatmuseum, Waldenserhof/-saal und der alten und neuen evangelischen Kirche als historische Mitte in Walldorf bezeichnet.

    Für die Bürgerinnen und Bürger ist mit der Sanierung des evangelischen Gemeindezentrums als Treffpunkt für Kinder, Jugend und Senioren an dem kleinen Platz zwischen Lang- und Ludwigstraße ein Baustein der historischen Mitte aufgewertet worden.

    Im Sinnen des Klimaschutzgedankens in Mörfelden-Walldorf wird mit dem Umbau, die Steigerung der Energieeffizienz und das Energiesparen in dem Gemeindezentrum umgesetzt.

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    Gemeindezentrum vor der Maßnahme
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    Gemeindezentrum nach der Maßnahme
  • Wohnumfeldmaßnahme Langgasse Süd

    Als Fortführung der Umgestaltung der Langgasse wurde der südliche Teil rund um das Gebäude Langgasse 9 aufgewertet. Eine Neuordnung der Park- und Freiflächen, direkt anschließend an die im Erdgeschoss neu gestalteten Einzelhandels- und Geschäftsbereiche verbessern die Funktion des Parkens  und die Aufenthaltsqualität durch großzügige Freiflächen.

    Ein Planungselement greift die dort bis in die 70iger Jahre stehende Burganlage durch Baumpflanzungen auf.

    Insgesamt wurden 12 neue Bäume gepflanzt, darunter 3 Kirschbäume, die die in der Stadt ansässige buddistische Glaubensgemeinschaft "Soka Gakkai International-Deutschland e.V. (SGI-D e.V.) gespendet hat.

    Es wurden 2 Anwohnerversammlungen durchgeführt. Weitere Gespräche mit den direkt betroffenen Eigentümern und Nutzern des Gebäudes Langgasse 9 folgten. Planungsziele und Details wurden ausführlich dargelegt, erläutert und abgestimmt. Anregungen und Wünsche wurden, soweit möglich, in die Planung aufgenommen.

    Die Fertigstellung der Umgestaltung erfolgte im Herbst 2017.

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    Langgasse vor der Maßnahme
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    Langgasse nach der Maßnahme

Anreizprogramm

Im Rahmen der Aktiven Kernebereiche fördert die Stadt auch private Eigentümer bei der Sanierung und Verschönerung ihrer Gebäude. Dafür gibt es ein eigenen Förderprogramm


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