Wasserblasen

ModelLkommune Spurenstoffe

Modellkommune Spurenstoffe

Modellkommune Spurenstoffe

Mörfelden-Walldorf ist Modellkommune des Dialogforums "Spurenstoffe im hessischen Ried"

Für die Stadt Mörfelden-Walldorf hat das Thema Wasser höchste Priorität. Seit Jahren nimmt die Doppelstadt Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung des Spurenstoffeintrags in die Gewässer in Angriff. Neben Informationskampagnen und -veranstaltungen werden auch technische und verwaltungsinterne Maßnahmen umgesetzt. 

2023 wurde die städtische Kläranlage um eine vierte Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination erweitert und zählt damit zu den modernsten Anlagen Deutschlands. Außerdem hat Mörfelden-Walldorf bereits vor einigen Jahren festgelegt, dass auf städtischen Flächen keine Pestizide eingesetzt werden.

Das Dialogforum "Spurenstoffe im hessischen Ried" wurde 2021 ins Leben gerufen und soll zusammen mit Kommunen, Industrie, Verbänden, Verbraucherzentralen vom Gesundheits- und Bildungsbereich sowie Behörden nach Lösungen zur ordnungsgemäßen Entsorgung von problematischen Spurenstoffen suchen. Die Umsetzungen der Ergebnisse werden dann zusammen mit den Modellkommunen erprobt.

Weitere Informationen über Spurenstoffe und die Kläranlage Mörfelden-Walldorfs erhalten Sie hier bei den Kolleginnen und Kollegen der Stadtwerke.

Darüber hinaus engagiert sich die Stadt Mörfelden-Walldorf mit folgenden Aktionen die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema zu lenken und den Spurenstoffeintrag in die Gewässer zu verringern:

  • Flyer "Spurenstoffe im Haushalt"

    Was sind eigentlich Spurenstoffe und wo kommen sie im Alltag vor? Antworten darauf, sowie auf einfache Tipps für den Alltag zur Verminderung und Vermeidung von Spurenstoffen finden Sie hier im Flyer zu unserer Informationskampagne "Spurenstoffe im Haushalt".

  • Arzneimittel richtig entsorgen

    Medikamente und Tabletten aller Art sind heutzutage in fast jedem Haushalt zu finden. Wenn deren Inhaltsstoffe und Rückstände in die Umwelt gelangen, können sie dort erheblichen Schaden anrichten. Deshalb ist es wichtig den Eintrag so gut es geht zu verhindern oder zumindest zu verringern. Die Entsorgung von alten oder abgelaufenen Arzneimitteln spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

    Mehr dazu erfahren Sie hier in unserer Informationskampagne "Arzneimittel richtig entsorgen".

  • m i k r o - Plastik und Schadstoffe

    Fast täglich hören wir in den Medien neue Meldungen zum Thema Schadstoffe und Mikroplastik und in welchen Umweltbereichen diese nachgewiesen wurden. Doch wie gelangen Mikroplastik und Arzneimittelrückstände auf Äcker, in die Luft, in Lebensmittel und auch in den menschlichen Körper? Und was können wir dagegen tun?

    Bei der Veranstaltung "m i k r o - Plastik und Schadstoffe", zu der das Amt für Umwelt mit den Stadtwerken Mörfelden-Walldorf am 21. November einlud, referierte Dipl. Ing. Schmidt-Bregas von der Dr.-Ing. F. Schmidt-Bregas Ingenieurgesellschaft mbH, darüber, wie die vierte Reinigungsstufe zu einer effizienteren Elimination von Mikroschadstoffen beiträgt.

    Doch nicht nur für Wasser und Gewässer stellen Mikroplastik und Schadstoffe ein Problem dar. Mikroplastik kann durch verschiedene Quellen verursacht werden und über verschiedene Wege in unsere Umwelt gelangen. Wie und durch was dies passiert, wurde von Kristina Klein von der Goethe Universität Frankfurt, Fachbereich Biowissenschaften, erklärt. Kristina Klein forscht dort zu den Effekten von Plastikpartikeln und limnischen Systemen.


  • Weggeschnippt! - Spurenstoffe im Grundwasser

    Zigarettenstummel auf den Boden “entsorgen” gilt leider noch immer für einige Menschen als normal. Inwieweit das allerdings dem Grundwasser schadet, ist vielen nicht klar. Ein einziger Zigarettenstummel auf dem Boden verunreinigt zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser. Neben dem toxischen Alkaloid Nikotin sind noch bis zu 4.000 weitere Schadstoffe in einem Zigarettenfilter angesammelt, darunter Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

    Kommt der Zigarettenfilter mit Wasser in Berührung, meist durch Regen, so lösen sich diese Spurenstoffe, werden ausgewaschen und gelangen so ins Grundwasser. Darüber hinaus stellen die Zigarettenfilter an sich schon ein Problem für die Umwelt dar, da sie aus Cellulose Acetat bestehen – ein schwer abbaubarer Kunststoff, der zwischen 10 und 15 Jahre benötigt, um zu zerfallen. Laut Weltgesundheitsorganisation landen jährlich bis zu 680.000 Tonnen Zigarettenkippen auf dem Boden. Allein in Deutschland verunreinigen etwa 70,6 Milliarden (70.600.000.000!) Zigarettenkippen jährlich das Grundwasser.

    Das Umweltamt startete passend zu diesem Thema die Aktion "Weggeschnippt". Hierfür wurde ein mit Zigarettenstummeln gefülltes Plexiglasrohr an einer Säule am Eingang des Rathauses Mörfelden befestigt. Alle Bürger:innen hatten die Möglichkeit an der Aktion teilzunehmen und folgende Quizfrage zu beantworten: "Wie viel Grundwasser werden durch dir Zigarettenstummel in diesem Plexiglasrohr verunreinigt?"

    Insgesamt befanden sich 2.834 Zigarettenstummel in dem Plexiglasrohr, welche alle im Stadtgebiet eingesammelt wurden. Allein diese Menge an Zigarettenstummel kann in etwa 141.700 Liter Grundwasser verunreinigen.

    Insgesamt gaben 124 Teilnehmer:innen eine Einschätzung ab, die zehn besten Schätzungen haben gewonnen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Ausschuss für Klima, Umwelt, Ver- und Entsorgung und Flughafenangelegenheiten am 12.07.2022 statt.

    Wir erhoffen uns durch diese Aktion viele Menschen aufmerksam gemacht zu haben, wie umweltschädlich unachtsam entsorgte Zigarettenstummel für die Umwelt und unser Grundwasser sind. Wir wollen zeigen, wie wichtig die umweltschonende Entsorgung von Abfällen ist und dies für jeden ein bisschen bewusster machen.

         



Kontakt

Keine Mitarbeitende gefunden.