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Baum des Jahres

Baum des Jahres Allee

Einen besonderen Ausflug, der gleichzeitig noch Wissen vermittelt, erleben Sie beim Spazieren oder Radeln durch die Allee der Bäume. Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzt die Stadt Mörfelden-Walldorf hier jedes Jahr den jeweiligen Baum des Jahres.

Über die Jahre ist so zwischen dem Forsthaus und dem Oberwaldberg eine schöne Allee der unterschiedlichsten Bäume  entstanden. Infotafeln geben Auskunft über die jeweiligen Bäume, deren Blätter und Früchte.

Zwischen der Allee und dem Oberwaldberg gibt es einen kleinen Teich, in dem sogar Goldfische anzutreffen sind.

  • Der Baum des Jahres 2020 ist die Robinie

    Die Allee der Bäume am Oberwaldberg hat wieder Zuwachs bekommen: Eine Robinie (Robinia Pseudoacacia), den Baum des Jahres 2020. Der vorgesehenen Pflanzung im März, in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, hatte Covid-19 leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Damit der junge Baum jedoch im Frühjahr gut anwachsen und sich entwickeln kann, wurde er ne Publikum zu seinen Kollegen der letzten Jahre eingepflanzt.

    Wer gerne bei einem Spaziergang einen Blick auf die Robinie werfen möchte, findet diese Am Teich, ganz in der Nähe des Gewerbegebiets Ost. Am nördlichen Ende des Hessenrings schließt sich ein Fuß- und Radweg an, den man ein kurzes Stück Richtung Oberwaldberg geht. Auf der rechten Seite kommt ein kleiner Teich, an dem der Baum eingepflanzt wurde. „Ein Spaziergang zu dem Teich lohnt sich auf jeden Fall“, heißt es von Bürgermeister Winkler. Denn über die letzten Jahre sind am Rand des Gewerbegebiets und am Oberwaldberg die Bäume des Jahres eingepflanzt worden. „Hier kann man ganz unterschiedliche Baumarten kennenlernen und anschließend den Blick vom Oberwaldberg genießen“.
    Aus Nordamerika stammend ist die Robinie in Europa und Deutschland seit über 300 Jahren zuhause. Zunächst allerdings war es ausschließlich seine dekorative, exotisch wirkende Erscheinung, die diesen Baum in Europa zu einem begehrten Objekt in den Park- und Gartenanlagen von Adel und reich gewordenem Bürgertum machte. In den Wäldern Europas war die anspruchslose Robinie seit dem 18. Jahrhundert zu finden. Ihr Flächenanteil liegt in deutschen Wäldern mittlerweile unter einem Prozent. Die größere Verbreitung hat die Robinie außerhalb des Waldes gefunden – gepflanzt als Alleebaum, als Bienenweide und auch als Hecken- und Feldgehölz. Vor allem aber wird sie dank ihres dichten, weit in die Breite reichenden Feinwurzelsystems zur Bodensicherung an Steilhängen, auf Dämmen, an Böschungen und auf offenen Sandflächen eingesetzt. So trifft man auf die Robinie heute quer durch die ganze Republik entlang von Bahndämmen, Straßenböschungen und Kanalufern.

    Da die Robinie gegenüber Trockenheit sehr anspruchslos ist, gewinnt sie in Zeiten des Klimawandels, gerade als Stadtbaum, immer mehr an Bedeutung. Sie ist recht salz- sowie immissionstolerant und kommt gut mit dem städtischen Klima und den oft schwierigen Bodenverhältnissen zurechtkommt. Gerne wird die Robinie mit der Akazie verwechselt. Tatsächlich gibt es einige Ähnlichkeiten, ihre Blüten unterscheiden sich jedoch erheblich. Die Robinie zu erkennen ist im Grunde sehr einfach. Der Stamm ist grau, mit ungewöhnlich grober, tief gefurchter Borke. Ihre Blätter bestehen aus vielen, kleinen Fiederblättchen und die imposante Blüte zeichnet sich durch ca. 25 cm lange, hängende Blütentrauben mit süßlich riechenden, weißen Schmetterlingsblüten aus. Für Bienen und Insekten gibt es hier reichlich Nahrung; der Honig der Schmetterlingsblüten wird als Akazienhonig verkauft. Blütezeit ist im Mai und Juni. Das Holz der Robinie ist sehr stabil und wird daher gerne im Außenbereich eingesetzt. Unter guten Bedingungen erreicht die Robinie ein Alter von 200 Jahren.




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