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Baum des Jahres

Baum des Jahres Allee

Einen besonderen Ausflug, der gleichzeitig noch Wissen vermittelt, erleben Sie beim Spazieren oder Radeln durch die Allee der Bäume. Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzt die Stadt Mörfelden-Walldorf hier jedes Jahr den jeweiligen Baum des Jahres.

Über die Jahre ist so zwischen dem Forsthaus und dem Oberwaldberg eine schöne Allee der unterschiedlichsten Bäume  entstanden. Infotafeln geben Auskunft über die jeweiligen Bäume, deren Blätter und Früchte.

Zwischen der Allee und dem Oberwaldberg gibt es einen kleinen Teich, in dem sogar Goldfische anzutreffen sind.

  • Der Baum des Jahres 2019 ist die Flatterulme

    Wer die buschigen Blüten der Flatterulme einmal im Wind hat tanzen sehen, weiß woher die eher unbekannte Baumart ihren Namen hat. Im Jahr 2019 rückt die Flatterulme in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem in Berlin zum 31. Mal der Baum des Jahres auserkoren wurde.

    Die Flatterulme (Ulmus laevis) unterscheidet sich von ihren bekannteren Schwestern, der Berg- und der Feldulme. Sie ist deutlich widerstandsfähiger, so dass sie vom, durch einen Pilz verursachten Ulmensterben in weiten Teilen Europas, weitgehend nicht betroffen ist.

    Man findet die Flatterulme vor allem in Auwäldern und auf Grundwasserböden. Überflutungen oder viel Feuchtigkeit verträgt sie gut, da sie Brettwurzeln ausbilden kann; diese Wurzeln findet man bei heimischen Baumarten eher selten. Die Böden sollten jedoch nährstoff- und basenreich sein. Bis zu 35 Meter hoch, kann der Baum werden. Charakeristisch sind die am Grund asymmetrischen Blätter, die bis zu zwölf Zentimeter lang und sieben Zentimeter breit sind. Der Rand ist doppelt gesägt und die weiche Unterseite der Blätter stark behaart.

    Die Flatterulme ist ein Frühblüher, ihre circa ein Zentimer langen Blüten flattern, daher rüdert der Name, sind unscheinbar und blühen im März.

    Unter dem Aspekt des Artenschutzes kommt der Flatterulme eine ganz besondere Bedeutung zu. Für bestimmte Arten, wie den Ulmenblattfloh, stellt sie den einzigen Lebensraum dar. Sowohl im Hinblick auf den nur noch geringen Bestand der Berg- und Feldulme und den zu erwartenden Klimaveränderungen wird die Flatterulme somit einen wichtigen Lebensraum im Artenschutz darstellen.
    Unter guten Bedingungen erreicht die Flatterulme ein Alter von 250 Jahren und mit ein bisschen Glück auch ein paar Jahrzehnte mehr.

    Die Pflanzung der Flatterulme findet am 14. März 2019, um 14:00 Uhr am Teich, Nähe GE-Ost (s. Karte).



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