Neue LärmschutzwÄnde für Mörfelden und Walldorf

entlang der Riedbahnstrecke

Neue Lärmschutzwände

Neue Lärmschutzwände für unsere Stadt

Entlang der Riedbahnstrecke soll Dank dem Bundesprogramm Lärmsanierung eine Lärmschutzwand gebaut werden

– ohne Kosten für die Anwohner -

Lange hat die Stadt Mörfelden-Walldorf sich darum bemüht, jetzt wird es langsam konkret: Mehr Lärmschutz entlang der direkt durch beide Stadtteile führenden Bahnstrecke. Mit Mitteln aus dem Lärmsanierungsprogramm des Bundes sollen insgesamt 4 Lärmschutzwände, 2 je Ortsteil, errichtet werden. Die Planungs- und Baumaßnahmen werden durch die Deutsche Bahn AG durchgeführt.

Die 3 Meter hohen Lärmschutzwände sollen beidseitig der Schienentrasse errichtet werden. In Mörfelden werden alle bebauten Bereiche auf beiden Seiten des Bahndamms zukünftig durch eine Lärmschutzwand geschützt. In Walldorf soll die Lärmschutzwand westlich der Riedbahn von der bestehenden Lärmschutzwand (Wohngebiet Plassage) bis zum Ecktännchen reichen; östlich der Bahn wird über die gesamte Länge des bebauten Stadtgebiets eine Lärmschutzwand errichtet.

Zukünftig sollen hierdurch Lärmsenkungen um rund 6-7 dB(A) in Mörfelden und 5-6 dB(A) in Walldorf erreicht werden. 

Hinweis: Vom 01. bis 31. März 2021 erfolgt eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens zu den neuen Lärmschutzwänden entlang der Riedbahnstrecke. Die Planunterlagen können online beim Regierungspräsidium Darmstadt oder in der rechts stehenden Link-Liste unter den Kontaktdaten eingesehen werden. Natürlich liegen die Unterlagen in den Rathäusern auch in Papierform aus – wegen den Auflagen aufgrund von Corona muss für die Einsicht ein Termin direkt mit Carolin Ingenfeld (06105-938831 oder carolin.ingenfeld@moerfelden-walldorf.de) vereinbart werden. Für Fragen und Hinweise können Sie sich ebenfalls an Carolin Ingenfeld wenden.

  • Was ist das Lärmsanierungsprogramm?

    Das Programm "Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes" besteht seit 1999. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung auf die kein gesetzlicher Anspruch besteht.

    Zuständig für die Durchführung der Lärmsanierung an den bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes ist die DB Netz AG. Weitere Informationen zur Lärmsanierung finden Sie auf der Homepage des Eisenbahnbundesamtes.

  • Reflektiert die Lärmschutzwand den Schall? Wieviel Lärm fängt die Wand ab?

    Die Lärmschutzwand besteht auf der Bahnseite aus schallabsorbierendem Material – dadurch „schluckt“ die Lärmschutzwand einen Teil des Lärms. Im Bereich der Piemontstraße wird aufgrund des dort herrschenden Autoverkehrs auch die Straßenseite der Lärmschutzwand mit solch einer schallabsorbierenden Oberfläche ausgeführt.

    Allein die Lärmschutzwand reduziert den Lärm um über 10 dB(A) – das ist ein deutlich hörbarer Unterschied. Mit der schallabsorbierenden Oberfläche wird es dann noch etwas leiser. Für den einen oder anderen Anwohner direkt an der Schiene können Reduzierungen bis 16 dB(A) entstehen, aber in der Regel wird es im Stadtgebiet um die 6 dB(A) leiser werden. Der beste Schallschutz wird direkt auf der Rückseite der Lärmschutzwand erzielt; wenn man sich von der Lärmschutzwand entfernt, wird der Effekt dann langsam weniger.

    Vorteil der schallabsorbierenden Beschichtung ist übrigens auch, dass der Schall nicht zwischen Lärmschutzwand und Bahn oder Lärmschutzwand und Lärmschutzwand reflektiert wird.

  • Wie sieht die Lärmschutzwand aus?

    Die Lärmschutzwand wird eine Höhe von 3 m ab Oberkante Gleis haben. Das heißt, dass Sie teilweise höher sein wird als 3 m (z.B. auf dem Bahndamm in Mörfelden), teilweise aber auch „niedriger“ sein wird. Dies ist vor allem in den Bahnhofsbereichen der Fall, wo die Gleise deutlich tiefer liegen als die Oberkante des Bahnsteigs.

    Grundsätzlich ist die Lärmschutzwand aus undurchsichtigen Einzelelementen aufgebaut, welche an Beton-Pfosten eingehängt und mit einem Betonsockel versehen sind. Nur in bestimmten Bereichen werden transparente Elemente eingesetzt, denn diese haben einen schlechteren Lärmschutzfaktor wie die undurchsichtigen Elemente. Deshalb werden nur in den Bahnhofsbereichen, auf Brückensituationen und in Walldorf bei einigen auf die Lärmschutzwand zuführenden Stichstraßen transparente Elemente im oberen Abschnitt der Lärmschutzwand verwendet. Unten bleiben immer ein Teil der Elemente undurchsichtig.

    Die Stadt wird hierzu auch die Meinung der Bürger*innen einholen – voraussichtlich im Frühsommer soll eine Online-Umfrage dazu starten.

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  • Wann soll die Lärmschutzwand gebaut werden?

    Ursprünglich war der Bau ab 2021 angedacht, dann aber doch nach 2022 gelegt worden. Aktuell ist aber unsicher, ob die Bauzeit im Jahr 2022 bleibt oder sich weiter nach hinten verschiebt. Grund für die Verzögerung wäre der vorrangige Umbau eines elektrischen Stellwerks in Riedstadt.

  • Gibt es bereits eine Genehmigung für den Bau?

    Nein. Vom 01. bis 31. März diesen Jahres findet die zweite Beteiligung der Öffentlichkeit und aller betroffenen Behörden / Versorger im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens statt. Die Anmerkungen und Einwände aus dem ersten Beteiligungszeitraum (13. Juli bis 12. August 2020) sind bearbeitet worden und die Unterlagen liegen nun mit verändertem Inhalt für alle Interessierten offen.

    Die Stadt Mörfelden-Walldorf hatte in der ersten Beteiligungsrunde umfangreiche Verbesserungsvorschläge eingebracht, welche im Dialog mit der Deutschen Bahn komplett bei den Änderungen berücksichtigt werden konnten. Dadurch sind zum Beispiel Zugänge breiter und die Anzahl von transparenten Elementen an den beiden Bahnhöfen deutlich größer geworden.

  • Werden neue Fenster und anderer passive Lärmschutzmaßnehmen bei Anwohner*innen gefördert?

    Alle Fördermaßnahmen für passiven Schallschutz werden erst nach dem Bau der Lärmschutzwand geprüft. Eine Förderung von bereits abgeschlossenen baulichen Veränderungen ist nicht möglich.

    Passive Schallschutzmaßnahmen sind förderfähig wenn die Grenzwerte für die Lärmsanierung nachts in Aufenthaltsräumen überschritten werden.

    Gefördert werden nachfolgende Schallschutzmaßnahmen:

    o Einbau Schallschutzfenster

    o Dämmung von Rollladenkästen

    o Dämmung von Dächern

    o Einbau Schalldammlüfter

    75% der Kosten sind förderfähig, 25% müssen durch den Eigentümer getragen werden.

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