Naturschutzgebiet Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim

Naturschutzgebiet Mönchbruch

Karte von dem Naturschutzgebiet Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim


Das Naturschutzgebiet „Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim“ (133005433005 CDA Code 82173) liegt zum Teil innerhalb des FFH- Gebietes „Mönchbruch von Mörfelden und Rüsselsheim und Gundwiesen von Mörfelden“ (6017-304), des Vogelschutzgebietes „Mönchbruch und Wälder bei Mörfelden-Walldorf und Groß-Gerau“ (6017-401) sowie des Landschaftsschutzgebietes „Mönchbruch und Wälder bei Mörfelden-Walldorf und Groß Gerau“ (2433007).


Es umfasst eine Fläche von 937 ha, davon liegen ca. 650 ha auf der Gemarkung Mörfelden-Walldorf. Es liegen verschiedene Schutzzwecke und Schutzkategorien vor.
Für das Naturschutzgebiet begründet sich die naturschutzfachliche Bedeutung durch einen Biotopkomplex aus Wald- und Grünlandgesellschaften, auf Standorten unterschiedlicher Feuchtigkeit, mit einer Vielzahl seltener und bestandsbedrohter Pflanzen- und Tierarten sowie naturnahen Waldgesellschaften mit hohem Totholzanteil.
Durch den Schutzstatus als Landschaftsschutzgebiet, werden neben der ökologischen Bedeutung auch die Landschaft wegen ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit geschützt. Aber auch die besondere Bedeutung für die Erholung wird in dem Gebiet hervorgehoben.
Der Mönchbruch als FFH-Gebiet besitzt, u.a., besondere Bedeutung für die Lebensraumtypen Erlen- und Eschenwälder an Fließgewässern mit Schwarz-Erlen und Gemeinen Eschen, Eichen-Hainbuchenwälder, alte bodensaure Wälder auf Sandebenen, Pfeifengraswiesen und Brenndolden-Auenwiesen sowie für die Arten Kammmolch, Bechsteinfledermaus, Heldbock, Hirschkäfer und Eremit.
Der Mönchbruch als Vogelschutzgebiet, zeichnet sich durch das große, zusammenhängende Waldgebiet aus, welches eines der letzten großen und weitgehend unzerschnittenen Waldgebiete im Rhein-Main-Tiefland ist. Durch seine große Habitatvielfalt ist eine hohe Vielfalt der Arten und eine für mitteleuropäische Verhältnisse hohe Anzahl an Revieren vorhanden. Hervorzuheben ist dabei der hohe und stete Anteil an höhlenbrütenden Arten. Er ist ein bedeutendes Brutgebiet für Vogelarten des Waldes und naturnaher Waldränder, vor allem für Mittelspecht und Schwarzkehlchen, aber auch für Eisvögel, Wendehals, Wiedehopf, Heidelerche und Bachpieper sowie für Grau- und Schwarzspecht, Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Gartenrotschwanz Neuntöter und andere. Weiterhin handelt es sich um ein besonderes Schutzgebiet für Tüpfelsumpfhuhn, Bekassine, Zwergdommel, Drosselrohrsänger und Wachtelkönig. Das Gebiet ist außerdem Rastgebiet des Kranichs.