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INA MARTELLA, © IM

Gedenkstunde am 9. November


Das "Bündnis für Respekt und Toleranz -Gegen Rechtsextremismus und Rassismu" schreibt in seiner Pressemitteilung:

Auch in diesem Jahr lädt das Bündnis für Respekt und Toleranz -Gegen Rechtsextremismus und Rassismus am 9. November 20216 um 18.00 Uhr zu einer Gedenkstunde am Gedenkstein für die ehemalige Mörfelder Synagoge ein.

Die Veranstaltung steht in der Tradition der Stadt, an die antisemitischen Ausschreitungen um den 9. und 10. November 1938 zu erinnern. „Es waren keine Fremden, die die Synagogen anzündeten, Juden durch die Straßen trieben und schlugen, ihre Wohnungen und Geschäfte zerstörten und sie beklauten- oder auch „nur“ zuschauten. Es waren ganz normale deutsche Menschen. Das ist das Erschreckende,“ schreibt das Bündnis.

Das diesjährige Veranstaltungskonzept sieht vor, einen erinnerungspolitischen Bogen von den Ereignissen des 9. November 1938 zur Zwangsarbeit junger ungarischer  Jüdinnen im KZ-Außenlager Walldorf zu spannen.

Vorgesehen ist eine Rede des Sprechers des Vereins Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Klaus Müller. Ihm folgen zwei Beiträge von Alfred Arndt und Wilhelm Jourdan über ihre Erinnerungen an das ehemalige Außenlager im Jahr 1944 und dessen Wiederentdeckung in den 70er Jahren.

Anschließend lesen Tiana Maghrour und Nina Hembach – Oberstufenschülerin der Bertha-von-Suttner-Schule - Texte von ehemals im Lager inhaftierten Frauen.

Am Ende der Veranstaltung wird die Stadt einen Kranz am Gedenkstein niederlegen. Dem können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Blumen anschließen.

Das Bündnis freut sich, für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung Ralf Baitinger gefunden zu haben.