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INA MARTELLA, © IM

Evangelische Kita: Richtfest für die Modernisierung und Erweiterung


Am 22. Oktober feierte die Stadt Mörfelden-Walldorf mit der Evangelischen Kirchengemeinde Walldorf und der Evangelischen Kita Walldorf Richtfest. „Mit dem Richtfest ist ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung und Erweiterung der evangelischen Kita in Walldorf erreicht“, sagt Bürgermeister Karsten Groß. Nach Abschluss der Arbeiten werden rund 1.200 Quadratmeter Fläche für vier Gruppen zur Verfügung stehen. Es gibt künftig Platz für bis zu 90 Betreuungsplätze, darunter auch eine Gruppe für U3-Kinder. Zusätzlich entsteht eine vorgelagerte Wohnung mit 45 Quadratmetern, die an Kita-Personal vermietet werden kann. 

Der Weg bis zum Richtfest war eine planerische und bauliche Herausforderung. Die Planungen begannen im November 2023, die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.

„Wir haben uns bewusst gegen die vermeintlich einfache Lösung ‚abreißen und neu bauen‘ entschieden“, sagte Bürgermeister Groß. „Wir wollten das Gebäude mit seiner direkten Anbindung an die Nachbarbebauung mitten im Ortskern von Walldorf erhalten, die graue Energie des Bestands weiter nutzen und die großen Bäume im Garten – Linde und Kastanie – bewahren.“ Für den Erhalt der Bäume wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen bereits vor Beginn der Bauarbeiten vorgenommen. Auch die Arbeiten am Gebäude selbst stellten das Bauteam vor besondere Aufgaben. 

„Bauen im Bestand ist immer eine Wundertüte. Hinter alten Wänden warten Überraschungen“, so der Bürgermeister. „Die Statik und die engen Raumverhältnisse auf der Baustelle waren herausfordernd. Das Bauteam hat dabei das eine oder andere graue Haar mehr bekommen. Umso erfreulicher ist es, dass die Hürden gemeistert und der Zeitplan bislang eingehalten werden konnte.“

Die Stadt hat das Grundstück von der evangelischen Kirchengemeinde im Erbbaurecht erhalten. Es gab eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Amt für Planung, Bau und Umwelt hat für das umfangreiche Bauvorhaben die Bauleitung übernommen.

Die Stadt investiert rund 6,5 Millionen Euro. Grund für die hohen Kosten sind unter anderem die gestiegenen Personalkosten am Bau, aber auch Material- und Energiekosten, bedingt durch Kriege und Lieferengpässe. Insbesondere die Dämmung schlägt zu Buche.

„Es ist viel Geld, das wir in die Hand nehmen. Aber es ist eine sehr gute Investition in die Zukunft der Kinderbetreuung von Mörfelden-Walldorf“, betonte Erster Stadtrat Maximilian Gegenheimer. Die neue Kita bietet der evangelischen Gemeinde eine langfristige Perspektive und sichert ein traditionelles Angebot ab. „Wir freuen uns, mit der Gemeinde einen guten Partner in Sachen Kinderbetreuung an unserer Seite zu haben“, sagte der Sozialdezernent.

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister allen Beteiligten: „Ein Richtfest ist der Moment, in dem ein großes Vorhaben Gestalt annimmt – und zugleich der Moment, in dem wir innehalten, um Danke zu sagen. Mein Dank gilt heute allen Menschen, die dieses große Projekt vorangebracht haben und die in der Nachbarschaft die Baustelle mit Geduld ertragen.“