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Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke
Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke
Was ist an der Asiatischen Tigermücke
Wie der Name schon sagt, kommt die Asiatische Tigermücke ursprünglich aus Asien und gilt daher in Deutschland als invasive und potenziell gefährliche Art. Durch den Klimawandel und die damit einhergehenden milderen Winter ist die Art seit einigen Jahren auch im Kreis Groß-Gerau verbreitet und wurde auch in Mörfelden-Walldorf schon mehrfach nachgewiesen.
Wie andere blutsaugende Insekten auch, kann die Tigermücke Krankheitserreger von einem Menschen zum anderen tragen, wenn sie sich an infiziertem Blut bedient.
Man erkennt die Asiatische Tigermücke an ihrer auffälligen schwarz-weißen Färbung, der sie ihren Namen zu verdanken hat. Oftmals lässt sich diese mit dem bloßen Auge an lebenden oder toten Tieren erkennen. Wer unsicher ist, kann Fotos seiner Funde beim Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege einschicken und sich eine Bewertung einholen. Hierzu reicht eine E-Mail an Klima@hlfgp.hessen.de.
Im Gegensatz zu unseren heimischen Mücken ist die Tigermücke ganztags und nachts unterwegs und sticht auch gerne mehrfach hintereinander, was sie besonders lästig macht.


Während ihrer Lebenszeit von circa vier bis sechs Wochen legt eine einzige weibliche Tigermücke insgesamt bis zu 300 Eier ab. Nach der Eiablage sind die Eier erstaunlich widerstandsfähig und können sowohl gewisse Trockenperioden als auch den Winter überdauern. Die Hauptsaison der Mücken ist Mai bis Oktober. Bei günstiger Witterung können sich in einem Jahr vier bis fünf Generationen entwickeln. Deshalb ist es wichtig, Plätze mit potenzielle Wasseransammlungen regelmäßig zu leeren und zu reinigen. Die Asiatische Tigermücke lebt in einem Umkreis von 200-300m vom Brutplatz. Je früher ein Vorkommen entdeckt und bekämpft wird, umso einfacher lässt sich die weitere Ausbreitung verhindern.
Die Bekämpfung dieser Art ist relativ einfach, kann jedoch nur kollektiv funktionieren, wenn alle mit anpacken! Besonders wichtig ist hierbei die Entfernung von potentiellen Brutplätzen für die Insekten. Tigermücken sind hierbei nicht wählerisch und nutzen jegliche kleine Wasseransammlungen, wie in Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, vergessenem Kinderspielzeug, Tiertränken oder verstopfte Dachrinnen.
Für Regentonnen oder andere Wasserbehälter, die nicht ausgekippt werden können oder sollen, können wasserlösliche Tabletten mit dem Bakterium BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) gekauft werden, die bei korrekter Anwendung die Mückenlarven abtöten. Das biologische Mittel ist unbedenklich für Menschen, Haustiere und Pflanzen und beeinträchtigt daher nicht die Nutzung für Tränken oder als Gießwasser.
In Teichen sorgt ein gesunder Fischbestand für eine natürliche Bekämpfung von Mückenlarven. Ebenso kann man mit der Förderung der natürlichen Fressfeinde von Mücken indirekt zur Bekämpfung beitragen. Während Fledermäuse, Vögel, Libellen und Spinnen die erwachsenen Mücken verspeisen, haben Libellenlarven, Fische und allerlei Amphibien die Mückenlarven zum Fressen gerne. Ein naturnaher Garten oder Balkon lockt die Helfer wie von selbst zu sich und hilft daher sowohl Mensch als auch Tier.
Um die Asiatische Tigermücke wieder dauerhaft und flächendeckend aus unseren Gärten zu vertreiben ist eine regelmäßige Vorsorge nötig, bei der jede und jeder mit verantwortlich ist. Darum ist es wichtig, möglichst viele Einwohner:innen zu erreichen und die Informationen an Nachbarn und Freunde weiterzugeben.
Weitere Informationen und Material zum Download finden Sie auf: https://hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/asiatische-tigermuecke
Titelbild: © National Institute of Allergy and Infectious Diseases / Unsplash
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