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INA MARTELLA, © IM

Essbare Stadt trägt Früchte



Das Projekt „Essbare Stadt“ schreitet voran. „Das vom MöWandel e. V. umgesetzte und von der Stadt unterstützte Vorhaben hat das Ziel, am Wasserturm in Mörfelden eine grüne Oase für Mensch und Tier zu schaffen“, sagt Bürgermeister Karsten Groß, der sich selbst ein Bild von dem bepflanzten Beet machte.

Seit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, gemeinsam mit dem Verein MöWandel e. V. ein Pilotprojekt „Essbare Stadt“ zu entwickeln, hat sich viel getan. Im April starteten die Erdarbeiten. Unterstützt vom städtischen Bauhof, hat der Verein die ehemals stark verwilderte Fläche entlang der Sandflächen freigeräumt, den Boden aufgelockert und aus recycelten Backsteinen neue Beete angelegt.

„Im Sommer haben die Mitglieder von MöWandel mit großem Engagement dafür gesorgt, dass trotz der Hitzephase ein Großteil der neuen Pflanzen überlebt hat“, freut sich Johannes Arndt von der Abteilung Klima- und Umweltschutz. Inzwischen wachsen zahlreiche bunte Kräuter in neu angelegten Kräuterspiralen. Kornelkirsche, Korkenzieherhasel, griechischer Bergtee, Aronia, Minze und Salbei blühen vor dem Wasserturm und können geerntet und kulinarisch verwendet werden.

Für den Herbst und den Winter sind weitere Arbeitseinsätze des Vereins geplant, um das Areal mit Sitzfelsen auszustatten. Auf die Entwicklung des gepflanzten Apfelbaums darf man gespannt sein.

Bei der Pflanzenauswahl stehen neben der Essbarkeit auch Insektenfreundlichkeit und Klimaresistenz im Fokus. „Für die Stadt bieten sich hier interessante Testflächen für die zukünftige Bepflanzung städtischer Grünflächen“, so Bürgermeister Groß. „Pflanzen, die gut mit den Folgen des Klimawandels umgehen können und gleichzeitig einen Mehrwert für die Natur bieten, sind uns sehr willkommen.“ Die gepflanzten Kräuter bieten Insekten Nahrung, und eine Benjeshecke schafft Brutplätze. Vögel profitieren zudem von einem verbesserten Nahrungsangebot und den geplanten Nistkästen.

Neben den positiven Effekten für Tier und Pflanzen geht es auch um das Miteinander und das Beet als Treffpunkt oder Vorbild für andere. „Wir wünschen uns, dass viele Menschen den essbaren Garten besuchen und sich weitere Interessierte finden, die das Projekt unterstützen und zu seinem Erhalt beitragen“, sagt Gaby Grigoleit vom Verein MöWandel e. V. Das Projekt sucht daher freiwillige Helferinnen und Helfer als Gießpatinnen und Gießpaten. Interessierte können sich unter hallo@moewandel.de melden – oder einfach einmal eine Gießkanne Wasser vorbeibringen.