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28. Skulpturenpark in Mörfelden-Walldorf
Zum 28. Mal hält die Kunst Einzug in den Bürgerpark an der Parkstraße. Sechs Wochen lang präsentiert das Sport- und Kulturamt der Stadt Mörfelden-Walldorf, unterstützt vom Förderverein Skulpturenpark und Kommunale Galerie e.V., Skulpturen und Installationen in einer Open-Air-Ausstellung. Zwölf künstlerische Positionen rufen neben Fragestellungen zu Dreidimensionalität und Form auch Aspekte der Rolle des Menschen in Natur und Umwelt auf. Die Künstlerinnen und Künstler wurden von einer fünfköpfigen Jury aus Fachvertreter*innen und Vertretern der Stadt Mörfelden-Walldorf ausgewählt.
Ausstellung vom 26. Juli – 6. September 2026
im Bürgerpark Mörfelden-Walldorf, Parkstraße
Eröffnung: Sonntag, 26. Juli 2026, 12 Uhr
Finissage mit Preisverleihung: Sonntag, 6. September 2026, 12 Uhr
Künstler*innen:
Anna Bludau-Hary, Nicole Fehling, Kurt Grimm, Jana Hartmann, Jürgen Heinz, Angela Hiß, Ingrid Honneth, Arthur Kunz, Heiner Meyer, Dieter Oehm, Katrin Paul und Reiner Schlestein
Angela Hiß schneidet Segmente längs aus einem liegenden Eichenstamm und legt sie parallel neben den Baum, als habe sich dieser entrollt oder könne aufgerollt werden, um wieder komplett zu werden. Kurt Grimm nimmt sich die Helixform vor, die er in fünffacher Variante aus Eisenbändern gefertigt zu einer sich aufschraubenden Plastik werden lässt. Als sich in die Höhe aufbauende Plastik vermitteln Heiner Meyers knallrote Stiletto-Schuhe in Pop-Art-Manier, wie Flächen zur dreidimensionalen Form addiert werden können.
Die aus einem Stamm geschlagene Skulptur von Dieter Oehm verweist in ihrer komplexen Konstruktion auf die Mehrstimmigkeit einer Komposition und nutzt dafür den musikalischen Begriff der Fuge. Dem Schwung und der Leichtigkeit einer Linie aus Edelstahl gewinnt Jürgen Heinz die Idee von Freiheit und Zuversicht ab, während Arthur Kunz mit einem bunten Tor, für das er Holzmaterial recycelt, über QR-Codes Geschichten von der Vergänglichkeit erzählt.
Vergänglichkeit wird zur Dauer bei Nicole Fehling, die Konturlinien eines Pappkartons in Vierkantmetall umsetzt. Reiner Schlestein stellt Ringe aus Glas auf und nutzt damit ein Material, das den Menschen seit Urzeiten aufgrund seiner Durchsichtigkeit und Lichthaltigkeit fasziniert. Ingrid Honneth zeigt drei überdimensionale Federn aus Epoxid-Kunststoff und verweist darauf, dass die Feder nicht nur für die Natur steht, sondern auch für Geist, Erfindung und Phantasie. Jana Hartmann richtet mit einer begehbaren Installation eine Art alchemistisches Studierzimmer ein, dem eine künstlerische Recherche über die Meisterung der Elemente durch den Menschen vorausging.
Die Bäume des Bürgerparks bespielen die Künstlerinnen Katrin Paul und Anna Bludau-Hary: erstere mit einer Intervention, indem sie die Stämme mit Kunststoffrohr und Holzlatten verkleidet, wie man das als Baumschutz von Baustellen kennt, um damit Fragen zu Kunst und Funktion aufzugreifen. Bludau-Hary installiert ein zartes kokonartiges Gebilde aus Draht und Papier als Hommage an die Natur.
https://www.moerfelden-walldorf.de/de/freizeit/kultur/skulpturenpark/28-skulpturenpark-2026/
Die Ausstellung wird unterstützt von:
Mainova AG, Fraport AG, Hessisches Bausteinwerk Dr. Blasberg GmbH & Co. KG, Sparkassen-Stiftung Groß-Gerau, Kultursommer Südhessen e.V., AUTO-KNERR GMBH, AWS Abfall-Wirtschafts-Service GmbH, FH Bauunternehmen GmbH, Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Andrea Misoga Stiftung, Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG, Gotta Automobile GmbH & Co.KG, private Spender, entega Stiftung

