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Regenbogenfahne beschädigt und angezündet – Bürgermeister verurteilt Tat scharf


Vor dem Rathaus Mörfelden wurde die dort aktuell gehisste Regenbogenfahne von Unbekannten heruntergerissen und in Brand gesetzt. Bürgermeister Karsten Groß verurteilt die Tat aufs Schärfste und betont, dass ein derartiges Verhalten den Werten der Stadt widerspricht. „Wir bringen den Fall zur Anzeige“, sagt der Rathauschef. Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei oder direkt bei der Stadtverwaltung zu melden.

Die moderne Regenbogenflagge wurde Ende der 1970er Jahre gestaltet und steht seitdem als Symbol für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung. Sie wird vor allem mit der LGBTQIA+-Community verbunden und signalisiert Unterstützung für Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Vor dem Rathaus Mörfelden wurde die Regenbogenflagge in der vergangenen Woche anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo- und Transphobie (IDAHOBIT) gehisst, der jährlich auf den 17. Mai datiert ist.

„Ein Angriff auf die Regenbogenfahne ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gemeinschaft“, erklärt Anette Keim vom Integrationsbüro. In der Stadt ist jeder willkommen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder Weltanschauung.

Erschreckender Weise ist dies nicht die erste Tat dieser Art in Mörfelden-Walldorf. In der Vergangenheit wurde ein Graffiti im öffentlichen Raum, auf dem auch eine Regenbogenfahne zu sehen ist, mehrfach beschmiert. Auch der sogenannte „Regenbogenkreisel“ im Alpenring wurde mit Farbe beschmiert. „Die Stadtverwaltung nimmt den Vorfall sehr ernst und wird alle Maßnahmen unterstützen, die zur Aufklärung beitragen“, so Bürgermeister Groß.