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Was tun bei Hitze
Die erste Hitzewelle des Jahres ist geschafft – doch der Sommer geht noch einige Wochen, Juli und August sind oft die heißesten Monate. Auf der städtischen Homepage ist daher eine neue Rubrik „Hitze“ eingerichtet worden, die Tipps zum Verhalten bei hohen Temperaturen bietet. Die Rubik ist im Bereich „Umwelt“ zu finden und wird regelmäßig aktualisiert.
Unter anderem wird hier informiert, dass die Stadt kostenloses Trinkwasser bereitstellt. Mörfelden-Walldorf beteiligt sich an der deutschlandweiten Initiative "Refill": in mehreren städtischen Gebäuden gibt es die Möglichkeit, sich gratis mit Trinkwasser zu versorgen. Mitgebrachte Trinkflaschen können mit Trinkwasser im Rathaus Walldorf, alten und neuen Rathaus Mörfelden, in den Büchereien in Walldorf und Mörfelden, im Stadtwerkehaus und im Waldenserhof in Walldorf aufgefüllt werden.
Besonders unter der Hitze leiden alle, deren Wohnungen sich immer weiter aufheizen. Auf der Homepage sind daher auch schattige Plätze in Mörfelden-Walldorf zu finden, an denen es angenehmer als in einer stickigen Wohnung sein kann. Die Liste ist nicht abgeschlossen und weitere schattige Plätze können gerne an die Stadtverwaltung gemeldet werden.
Darüber hinaus findet man in der Hitze-Rubrik auch Informationen rund um die Fragen: Wer ist bei hohen Temperaturen besonders gefährdet, welche Auswirkungen hat Hitze auf den menschlichen Körper und wie verhält man sich am besten. Im Hitzeportal des Kreises Groß-Gerau werden diese Themen behandelt und die Stadt verweist auf dieses Portal sowie auf die Themenseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Um mittel- und langfristig besser mit Hitzeperioden umgehen zu können, ist im Kreis Groß-Gerau ein Hitzeaktionsplan ausgearbeitet worden. Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit haben Kreis und Kommunen gemeinsam den Aktionsplan erstellt, der Steckbriefe und Handlungsempfehlungen auch für einzelne Städte und Gemeinden enthält. Im März dieses Jahres wurde der Plan der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt und anschließend eine Stabstellenfunktion „Hitze“ eingerichtet. Aktuell beschäftigt sich zudem eine fachämterübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Thema.
Die Verwaltung prüft, wie es möglich ist, die Bereiche der Stadtverwaltung zu klimatisieren, die für den Publikumsverkehr relevant sind. Auch die kommunalen Kitas sollen mittelfristig teilweise klimatisierte Räume bekommen. Da der Einbau von Klimaanlagen kostspielig ist, stehen solche Maßnahmen unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit.
Eine Sofortmaßnahme wird für die nächsten heißen Tage vorbereitet. Von Donnerstag, 9. Juli, bis einschließlich Samstag, 11. Juli, stellen die Stadtwerke ab 9 Uhr bis abends zur Erfrischung und als Trinkwasserstation jeweils ein Standrohr mit Zapfhähnen bereit – in Mörfelden auf dem Tizianplatz und in Walldorf auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim von Rot-Weiß Walldorf. Wer sich hier mit Wasser versorgen möchte, sollte nach Möglichkeit eigene, saubere Trinkflaschen oder Becher mitbringen.
Auf der Agenda steht außerdem, weitere Flächen im öffentlichen Raum zu identifizieren, die durch Klimaanpassungsmaßnahmen umgestaltet werden können. Dabei geht es um Entsiegelungen und Umwandlung von Asphalt- und Pflasterflächen in Grünflächen. Die Anpflanzung von Bäumen an Orten, die zu wenig Verschattung aufweisen, wird ebenfalls geprüft. Zunächst steht eine kleine Entsiegelungsmaßnahme an der Zeppelinstraße / Robert-Koch-Straße an. Zuletzt fanden solche Maßnahmen in der Sudetenstraße / Am Schlichter sowie An den Buchen / An den Eichen statt. Ähnliche Maßnahmen sind für die Einmündungen Ringstraße / Querstraße und Schützenstraße / Bert-Brecht-Straße geplant.
Die letzte Hitzewelle hat die Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch einmal unterstrichen, auch für die Abteilung Stadtplanung. Für die Stadtplanung ist das nichts grundlegend Neues. Als der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Mörfelden-Ost modernisiert wurde, hat die Stadt festgelegt, dass künftig auf mindestens der Hälfte der Dachflächen Photovoltaikmodule installiert werden. Regenwasser – soweit es nicht verunreinigt wird – soll direkt vor Ort versickern. Ein weiterer Punkt im Gewerbegebiet ist, dass Flachdächer ab einer Größe von 25 Quadratmetern begrünt werden müssen und auch für Außenwände sowie Fassaden oder in Freiflächen eine Bepflanzung vorgesehen ist.
Verwaltungsintern ist der Entwurf einer neuen Dienstvereinbarung über die Arbeitszeiten erstellt worden und nun im Beteiligungsprozess mit dem Personalrat. Der Entwurf sieht flexiblere Arbeitszeiten, etwa in kühleren Morgenstunden, vor. Mobiles Arbeiten ist bereits geregelt und ergänzt diese Flexibilisierung. Ganzjährig kostenfreies Wasser für die Beschäftigten gibt es bereits seit zwei Jahren. Für Kolleginnen und Kollegen im Außendienst – insbesondere Bauhofes oder Kitas – stellt die Dienstelle Schutzmaterialien wie Kühlwesten für Tätigkeiten im Freien oder mobile Faltpavillons für schattige Aufenthaltsbereiche bereit.

