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Starkregensimulation für Mörfelden-Walldorf wird präsentiert

Vollgelaufene Keller, überflutete Straßenzüge und Feuerwehreinsätze waren in Mörfelden-Walldorf in den letzten Jahrzehnten Folge von Starkregenereignissen. Die Stadtwerke haben daher eine Starkregensimulation durchführen lassen. Am Mittwoch, 25. März, werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt und zugleich Hinweise zur Vorsorge gegeben. Die Veranstaltung findet im Rathaus Walldorf statt und beginnt um 19 Uhr.
Die Simulation zeigt auf, welche Stadtteile und Straßen von außerordentlich starkem Regen betroffen sein könnten. Hierfür wurden die Starkregenereignisse von 2007 und 2023 analysiert und zudem ein extremes Worst-Case-Szenario simuliert. Wichtig dabei ist, dass jeder Starkregen anders ist und sehr unterschiedliche Auswirkungen hat. Mögliche Betroffenheiten lassen sich so nur schwer vorhersagen.
„Die Simulation zeigt, wo Maßnahmen sinnvoll ansetzen können. Das können neben Entsiegelungs- und dezentralen Rückhaltemaßnahmen auch Notfließwege, natürliche Rückhaltemöglichkeiten und ähnliches sein“, sagt Bürgermeister Karsten Groß.
Anschaulich wird das Simulationsergebnis, wenn es um die Starkregengefahrenkarte geht. „Diese Karten geben allerdings nur Hinweise auf potenziell gefährdete Bereiche. Das tatsächliche Gefährdungsniveau hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere von der Intensitätsverteilung und dem tatsächlichen Verlauf eines Starkregenereignisses, vor allem aber auch von den örtlichen Gegebenheiten, wie ungeschützten Kellerabgängen und fehlenden Rückstausicherungen“, sagt Stadtwerkeleiter Jochen Göbel.
Besonders gefährdet sind topografische Tiefpunkte. Die Gefahrenkarten zeigen, dass das Risiko im Ortskern von Mörfelden besonders hoch ist. Der „Dalles“ stand als tiefer gelegener Punkt bereits mehrfach unter Wasser und von hier floss der Regen dann in die Altstadt weiter. Im Westen von Mörfelden könnten unter anderem der Festplatz, das westliche Ende der Bürgermeister-Klingler-Straße sowie ein Abschnitt der Sudetenstraße zu Überflutungsgebieten werden. In Walldorf verteilen sich einzelne gefährdete Gebiete über den ganzen Stadtteil. Die Straßen südlich der Wilhelm-Arnoul-Schule, die Niddastraße sowie die umliegenden Straßen, die Reviolstraße oder auch die Umgebung zwischen Vitrolles-Ring und Alpenring könnten betroffen sein.
„Niemand muss jetzt in Panik verfallen. Aber als Immobilienbesitzer sollte man sich anschauen, wie die Gefahrensituation eingeschätzt wird und entsprechend handeln“, sagt Bürgermeister Groß. So kann es ratsam sein, Kellerfenster und Abgänge zu sichern und auch Entsiegelungsmaßnahmen auf dem eigenen Grundstück anzugehen. „Um besser auf Starkregen vorbereitet zu sein, sollten viele – teils kleinteilige – Maßnahmen angegangen werden. Dabei ist die Stadtverwaltung genauso gefordert wie Immobilienbesitzer, Unternehmen und Landwirte“, sagt Bürgermeister Groß weiter.
Denn klar ist, dass keine Kanalisation auf historische Ausnahmeregenfälle ausgelegt sein kann. Die städtische Kanalisation kann nur in sehr begrenztem Umfang zur Reduzierung der Überflutungsgefahr beitragen – obwohl die Stadtwerke in den vergangenen Jahren bereits einige Verbesserungen umgesetzt haben. Solche Verbesserungen sind nur im begrenzten Umfang möglich und mit erheblichen Kosten verbunden. Die Simulationsergebnisse machen auch deutlich, dass Maßnahmen an der Oberfläche insgesamt wirtschaftlicher sind als Maßnahmen im Bereich der Kanalisation.
Ein Ansatzpunkt ist, so viel Regen wie möglich über das ganze Stadtgebiet verteilt versickern zu lassen und dezentral aufzufangen. Bei der Sanierungsplanung für die Frankfurter Straße werden daher auch Entsiegelungsmaßnahmen berücksichtigt. Ähnliche Maßnahmen wurden in den letzten Jahren bereits an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet umgesetzt. Auch auf Privatgrundstücken können Flächen durch die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer entsiegelt sowie die Installation von Zisternen und Dachbegrünung geprüft werden. Auch im Rahmen von Neubauvorhaben und Erarbeitung von Bebauungsplänen können Maßnahmen zur Entwässerung auf dem Grundstück berücksichtigt werden (z. B. Gründächer, Auflagen zur Regenrückhaltung, etc.).
„Die Starkregensimulation kann nur ein Startpunkt sein. Risiken werden aufgezeigt und für die Verwaltung bedeutet dies, dass wir die potenziellen Gefahren in Planungsprozessen berücksichtigen. Einen 100-prozentigen Schutz vor Starkregen kann es nicht geben. Mit zielgerichteten Maßnahmen werden die Folgen aber zumindest reduziert“, sagt Karsten Groß abschließend.
Was ist Starkregen? |

