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Fahrradfreundliche Verwaltung: Erneut Silber-Zertifikat für Mörfelden-Walldorf


Die Stadt Mörfelden-Walldorf hat im Januar 2026 erneut das Silber-Zertifikat als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club erhalten. Drei Jahre nach der ersten Auszeichnung konnte die Kommune ihren hohen Standard nicht nur halten, sondern weiter ausbauen.

„Die Stadt hat viele Maßnahmen umgesetzt, die das Fahrradfahren zu einer attraktiven und sicheren Option für den Arbeitsweg machen“, erklärt Sara Tsudome, Projektleiterin beim Fahrrad-Club (ADFC). „Dieses Engagement kommt nicht nur der Gesundheit der Mitarbeitenden zugute, sondern positioniert die Verwaltung auch als zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Arbeitgeberin.“



Entwicklung seit der ersten Auszeichnung

Bereits 2023 wurde die Stadtverwaltung als erste Kommune im Kreis Groß-Gerau als fahrradfreundlicher Arbeitgeber in Silber zertifiziert. Schon damals wurde besonders das Fahrradmarketing, Veranstaltungen und Vorträge, die Vorbildfunktion der Verwaltung sowie ein aktives Informationsmanagement positiv hervorgehoben.

„Seitdem hat sich einiges getan. So wurden die Radabstellanlagen an den Rathäusern und weiteren Liegenschaften aufgewertet. Auch die Verwaltungsstrukturen zum Thema nachhaltige Mobilität haben wir weiterentwickelt“, sagt Bürgermeister Karsten Groß zufrieden.

Das jetzt durchgeführte Re-Audit Mitte Januar bestätigt, dass die Stadtverwaltung ihren Anspruch als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ernst nimmt und konsequent verfolgt. Im Fazit der erneuten Zertifizierung wird betont, dass die Stadt Mörfelden-Walldorf den erreichten Status reflektiert und gleichzeitig bestrebt ist, ihn kontinuierlich zu verbessern.

Konkrete Angebote für Beschäftigte

„Die Stadtverwaltung unterstützt die Beschäftigten mit einer Vielzahl an Angeboten rund ums Radfahren“, so der Bürgermeister. Dazu zählt etwa, dass Dienstfahrräder an den Rathäusern in Mörfelden und Walldorf zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es Fahrrad-Werkzeug-Kisten mit den gängigsten Werkzeugen. Für Dienstfahrten mit dem Rad werden Fahrradtaschen bereitgestellt. Darüber hinaus nimmt die Stadtverwaltung regelmäßig an Aktionen wie dem „Stadtradeln“ teil und stellt eigene städtische Teams. Betriebsausflüge mit dem Fahrrad und individuelle Routenberatungen fördern den Austausch unter den Beschäftigten und motivieren dazu, den Arbeitsweg mit dem Rad zurückzulegen.

Gesundheit, Klima und Arbeitgeberattraktivität

Radfahren zur Arbeit bringt viele Vorteile mit sich. Untersuchungen zeigen, dass Beschäftigte, die regelmäßig mit dem Fahrrad pendeln, im Schnitt rund ein Drittel weniger Krankheitstage haben und ein geringeres Infektionsrisiko aufweisen. Damit leisten fahrradfreundliche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeitenden.

Gleichzeitig sind sie ein Baustein des betrieblichen Umwelt- und Mobilitätsmanagements. Die Förderung des Radverkehrs hilft, CO₂-Emissionen, Lärm und Flächenverbrauch zu reduzieren. Die Zertifizierung unterstützt damit auch das Ziel der Stadtverwaltung, bis 2030 klimaneutral zu werden.

Nicht zuletzt stärkt das Zertifikat die Attraktivität der Stadtverwaltung als Arbeitgeberin. Es zeigt nach außen, dass das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und nachhaltige Mobilität einen hohen Stellenwert haben.

„Für die Stadtverwaltung bedeutet die erneute Auszeichnung, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Vielmehr soll in den kommenden Jahren weiter daran gearbeitet werden, die Bedingungen für radelnde Beschäftigte noch attraktiver zu machen und zusätzliche Angebote zu prüfen“, sagt Bürgermeister Karsten Groß abschließend.