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Hoher Bedarf an Pflegeplätzen
Der Bedarf an Pflegeplätzen in Mörfelden-Walldorf ist hoch und das bestehende Angebot kann die Nachfrage bei weitem nicht decken. Denn nach aktuellen Berechnungen werden vor Ort perspektivisch zwischen 250 bis 300 stationäre Pflegeplätze benötigt. Das Altenhilfezentrum (AHZ) in Mörfelden bietet aber nur 90 Plätze an, was eine Versorgungslücke von etwa 160 bis 210 Plätzen bedeutet. Der hessische Pflegebericht zählt Mörfelden-Walldorf zu den Gebieten mit besonders hohem Handlungsdruck.
„Wir möchten weitere Plätze schaffen und das Problem angehen“, sagt Bürgermeister Karsten Groß, der dem Magistrat einen Grundsatzbeschluss für eine neue Pflegeeinrichtung in Walldorf vorgelegt hat. Nachdem der Magistrat bereits grünes Licht gab, steht als nächstes die Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung an. Mit dem Grundsatzbeschluss soll der Fokus auf den Stadtteil Walldorf gelegt werden. Denn während in Mörfelden mit dem Altenhilfezentrum in der Schubertstraße bereits 90 stationäre Pflegeplätze, eine Tagespflege mit 24 Plätzen und 17 städtische Wohnungen im Bereich „Betreutes Wohnen“ vorhanden sind, verfügt Walldorf über keinerlei entsprechende Angebote. „Unser Ziel ist es, die Pflege- und Wohnangebote auf beide Stadtteile zu verteilen und insbesondere Walldorf besser zu versorgen“, betont der Bürgermeister.
Im Rahmen einer Alternativen-Prüfung wurden bereits mehrere städtische Grundstücke für den Bau einer Pflegeeinrichtung untersucht. Neben einem Grundstück am Nordring wurden auch Flächen an der Ecke Farmstraße / Hermann-Löns-Straße und der Festplatz Walldorf geprüft. Das Grundstück am Nordring, östlich der Sporthalle, hat sich als am besten geeignet herausgestellt. Denn die Fläche Ecke Farmstraße- / Hermann-Löns-Straße ist als Bannwald ausgewiesen und fällt damit als Baugrundstück aus. Der Festplatz Walldorf könnte zwar bebaut werden, aber dann verbliebe weniger Platz für Feste und Veranstaltungen. Am Nordring lassen sich dagegen zahlreiche Bauoptionen realisieren, die Stadt hat so mehr Gestaltungsspielraum.
Wenn das Stadtparlament den Grundsatzbeschluss mitträgt, soll für das Grundstück am Nordring eine Gegenüberstellung verschiedener Betreibermodelle erarbeitet und vorgelegt werden. Eine entsprechende Ausarbeitung soll ein Unternehmen erstellen, das auf den Bau von Pflegeeinrichtungen spezialisiert ist. Bis Ende September soll das Unternehmen im unentgeltlichen Auftrag der Stadt Interessensbekundungen und Angebote von Investoren und Betreibern einholen. „Erst einmal müssen wir wissen, wer eine Pflegeeinrichtung bei uns betreiben möchte“, sagt Rathauschef Groß.
Auf Grundlage der weiteren Ausarbeitung sollen die Planungen so weit konkretisiert werden, dass belastbare Aussagen zu Investitionskosten, Mieten und Betreibermodellen möglich sind. Dabei werden auch die Auswirkungen auf die Finanzierung, das Planungsrecht, die Gestaltung des Quartiers sowie die peripheren Nutzungen – insbesondere Sporthalle, Spielplatz und Friedhof – berücksichtigt. Die Ergebnisse sollen der Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich bis Anfang 2027 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Von Verwaltungsseite ist im Nordring eine Bebauung östlich der Sporthalle angedacht. Eine erste Machbarkeitsstudie zeigt, dass auf dem Grundstück verschiedene Pflegemodelle flexibel kombinierbar sind. So könnten hier 120 stationäre Pflegeplätze in sieben Wohngruppen entstehen. Optional könnte im Erdgeschoss zusätzlich eine Tagespflege mit 16 bis 20 Plätzen eingerichtet werden. In einer zweiten Variante werden rund 100 Wohneinheiten für Service-Wohnen (Betreutes Wohnen) mit einer Tagespflege für 20 Gäste im Erdgeschoss kombiniert. „Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass wir im Nordring eine erhebliche Zahl an Pflegeplätzen schaffen können. Jetzt müssen wir uns um die konkrete Umsetzung kümmern und das Gespräch mit Investoren für und Betreibern von Pflegeeinrichtungen suchen“, so der Bürgermeister.
Parallel hierzu arbeitet die Verwaltung an einer Erweiterung des Mörfelder Altenhilfezentrums. Bereits seit 2021 führt die Stadt Gespräche mit dem dortigen Betreiber und interessierten Investoren. Dabei ist es das Ziel, mittelfristig mindestens rund 60 weitere stationäre Pflegeplätze anbieten zu können und zugleich den Ausbau weiterer Pflege- und Wohnformen zu ermöglichen.
Zahlen & Fakten zum Hintergrund:
Mörfelden-Walldorf hatte zum Stichtag 31.12.2024 insgesamt 31.638 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon sind 6.199 Menschen älter als 65 Jahre, was einer Quote von 19,6 Prozent entspricht. Besonders aussagekräftig ist die Zahl der über 80-Jährigen: 2.269 Personen gehören inzwischen zu dieser Altersgruppe. Ein Blick in den Kreis Groß-Gerau verdeutlicht die Situation: Dort befinden sich 1.834 Menschen in stationärer Dauerpflege. Bezogen auf die über 80-Jährigen im Kreis entspricht dies einem Anteil von rund 11 Prozent. Überträgt man diesen Orientierungswert auf Mörfelden-Walldorf, ergäbe sich ein aktueller Bedarf von etwa 250 Pflegeplätzen – mit weiter steigender Tendenz auf mindestens 300 Plätze. Mit derzeit nur 90 Plätzen liegt die Versorgungsquote in Mörfelden-Walldorf bei lediglich rund 4 Prozent. Der Hessische Pflegebericht zählt die Stadt Mörfelden-Walldorf zu den Gebieten mit besonders hohem Handlungsdruck.

