Torffreie Erde verwenden

Der Frühling steht vor der Tür, die Temperaturen steigen und es herrscht wieder rege Betriebsamkeit im Garten oder auf dem Balkon. Das farbenfrohe Grün in Topf oder Beet ist nicht nur Balsam für den Garten und das Stadtgrün, sondern erfreut auch die Seele. Heimische Frühblüher, wie Frühlings-Krokusse, Blausternchen oder Sternhyazinthen dienen Bienen und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle, da ihre ungefüllten Blüten schon sehr früh wachsen und den vielen Bestäuberinsekten zeitig einen einfachen Zugang zur Nahrung ermöglichen. Gerade völkerbildende Arten, wie Honigbienen und Hummeln, sind auf den Nektar und Pollen von Krokussen & Co. angewiesen. Diese Blumenarten sorgen für den Aufbau und die Stabilisierung der Völker in einer schweren Zeit. Die Frühlingsbienen- und Insektenweide sollte also eine bunte Mischung verschiedener Knollen- und Zwiebelpflanzen sein.

Doch was gibt man Frühblühern und anderen jungen Pflanzen für einen guten Start an geeigneter Blumenerde mit?

Wer zur Verschönerung seines Gartens und Balkons Blumenerde kauft und seinen Pflanzen etwas Gutes tun möchte, sollte darauf achten, dass diese torffrei ist. Torf fördert zwar das Wachstum von Pflanzen, jedoch wird Torf aus Mooren gewonnen. Dies hat zur Folge, dass der Lebensraum von Tieren und Pflanzen, die im Moor heimisch sind, zerstört wird.

Ob eine Erde torffrei ist oder nicht, erkennt man an einem entsprechenden Label auf den Säcken oder in der Produktbeschreibung. Einige sind auch mit „Bio“ gekennzeichnet, doch darauf sollte man sich nicht verlassen; ein Blick auf die Rückseite klärt auf. Eine Alternative zu der etwas teureren, torffreien Erde ist zum Beispiel Kompost, der im eigenen Garten anfällt. Auf dem Wertstoffhof, zwischen Mörfelden und Walldorf, besteht für Bürger*innen auch die Möglichkeit Kompost zu erwerben, gerade, wenn größere Mengen benötigt werden.

Moore leisten als Kohlenstoffspeicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, doch leider werden seit dem 17. Jahrhundert Moore zum Abbau entwässert, um sie land- und forstwirtschaftlich sowie als Rohstofflager zu nutzen. „Zum Abbau entwässerte Torflager sorgen für einen erheblichen Anteil der Treibhausgas-Emissionen“, so der Bürgermeister.

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