Summ, Summ die Wespe kommt!

Summ, Summ die Wespe kommt!

Besonders zwischen Ende Juni und September sind sie wieder öfters zu finden. Doch was tun bei den schwarz-gelben ungebetenen Gästen?

 

Was mache ich bei einem Nest auf meinem Grundstück?

Heimische Wespen und Hornissen stehen nach Bundesnaturschutzgesetzt unter Schutz und dürfen nicht gefangen oder getötet werden. In Ausnahmefällen können die Völker von einer Fachfirma umgesiedelt werden. Dies erfordert jedoch eine vorherige Genehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde. Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.

 

Für ihren Nachwuchs fangen Wespen und Hornissen im Frühjahr große Mengen an Insekten und Raupen und befreien uns hierbei gleichzeitig von lästigen Schädlingen im Garten. Oftmals lohnt es sich daher einen Weg zu finden, den Sommer über friedlich mit dem Volk zusammen das Grundstück zu teilen. Die Völker leben nur ein Jahr und sterben nach dem ersten Frost. Sobald das Nest ganz sicher leer steht kann es gefahrlos entfernt und im Biomüll entsorgt werden. Manchmal hilft also ein bisschen Geduld, um Kosten und Ärger zu vermeiden.

 

Wie verhalte ich mich richtig?

Gerade in Anwesenheit von Kindern sollten offene Speisen und Getränke nach Möglichkeit abgedeckt werden und vor dem Verzehr nochmal auf mögliche Wespen überprüft werden.

 

Das Verhalten im Umkreis der Wespen trägt maßgeblich zu ihrer Reaktion bei. Die Tiere stechen im Regelfall nur, wenn sie für sich oder ihr Nest eine Bedrohung empfinden. Besonders in der Nähe ihrer Nester zeigen Wespen und Hornissen oft ein „aggressives“ Verhalten. Hier sollten hektische Bewegungen oder Erschütterungen, z.B. durch das Zuschlagen von benachbarten Fenstern und Türen, vermieden werden. Das Anpusten der Tiere kann durch die erhöhte CO2-Konzentration in der Atemluft Aggressionen auslösen. Wenn möglich sollten man ruhig bleiben, den Mund schließen und im Zweifel vorsichtig ein bisschen Abstand nehmen.

 

Wie kann ich Wespen von mir fernhalten?

Ätherische Öle können Wespen fernhalten (bspw. Teebaumöl, Nussbaum, Nelke, Zitrone oder Zeder). Um unbeschwert zu Lüften können an Fenstern und Türen Insektengitter angebracht werden, die alle ungebetenen Gäste fernhalten. Zur Vorbeugung gegen neue Nester hat es sich vielerorts bewährt eine braune Papiertüte aufzublasen und an passenden Plätzen im Schuppen, Nachboden oder der Terrasse aufzuhängen. Für Wespen und Hornissen sendet dies die Nachricht „hier ist bereits besetzt“, sodass die Tiere woanders nach einem geeigneten Nistplatz suchen.

Weitere Informationen und Beratung gibt es bei der Untere Naturschutzbehörde Groß-Gerau sowie beim NABU. Gerne helfen wir Ihnen auch unter der angegebenen Nummer im Umweltamt Mörfelden-Walldorf.                      


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